Okres Jindřichův Hradec

Zwischen Teichen, Flüssen und Grenzlandschaften

Der Okres Jindřichův Hradec liegt in Südostböhmen; seine Südgrenze ist zugleich die Staatsgrenze zu Österreich. Sein besonderer Charakter entsteht aus dem Wechsel von Wasserlandschaft, historischen Städten und der Wald- und Hügellandschaft von Czech Canada. Im Třeboň-Becken liegen die Höhen ungefähr zwischen 400 und 500 Metern. Die langsam fließenden Flüsse Lužnice und Nežárka prägen ausgedehnte Moorgebiete und eine große Teichlandschaft. Mehr als 2.500 zur Fischzucht genutzte Teiche bedecken ungefähr sieben Prozent des Bezirks.

Diese Wasserlandschaft ist auch ein Stück Kulturgeschichte. Teiche werden im Bezirk seit dem 13. Jahrhundert angelegt; im 16. Jahrhundert erreichte der Bau unter Teichbauern wie Štěpánek Netolický und Jakub Krčín von Jelčany eine bedeutende Ausdehnung. Rožmberk ist als größter Teich der Tschechischen Republik bezeichnet und umfasst 720 Hektar. Im Třeboňsko-Schutzgebiet liegen etwa 500 Teiche sowie 33 Naturreservate und geschützte Naturdenkmäler. Das Gebiet ist außerdem in eine UNESCO-Listung einbezogen.

Städte, Schlösser und anschauliche Entdeckungen

Für Kulturreisen verbinden Sie hier mehrere deutlich unterschiedliche Ziele. Die historischen Stadtkerne von Jindřichův Hradec, Třeboň und Slavonice sind als städtische Denkmalreservate ausgewiesen. Die Burg- und Schlossanlage von Jindřichův Hradec gilt als drittgrößte Schlossanlage der Tschechischen Republik. Im Bezirksmuseum befinden sich Krýzovy jesličky, die als größte mechanische Weihnachtskrippe der Welt gelten. Das Třeboňer Kloster, das Schloss Jindřichův Hradec und Schloss Červená Lhota sind als nationale Kulturdenkmäler gelistet.

Červená Lhota verbindet mehrere Besuchselemente an einem Ort: einen englischen Park, eine Fahrt im gemieteten Ruderboot und den Zugang zur Schlosskapelle. Am Schloss Jindřichův Hradec kann der Schwarze Turm unabhängig und ohne Führung besichtigt werden. Das Haus der Wandteppiche in Jindřichův Hradec ist ein interaktives Museum mit Vorführungen des Handwebens; dort ergänzt die Sv. Florián-Aquashow das kulturelle Angebot der Stadt.

Czech Canada für aktive Tage und Familienentdeckungen

Der Naturpark Czech Canada umfasst 18.700 Hektar und schließt mehrere Naturschutzgebiete ein. Die dokumentierten Möglichkeiten reichen von Radfahren, Wandern, Ausflügen und Naturspaziergängen bis zu Baden, Angeln und Wassersport an den Gewässern des Naturparks. Im Winter gibt es markierte Langlaufstrecken und zwei Abfahrtslifte. Landštejn ist ein bedeutendes Wahrzeichen im bewaldeten böhmisch-mährisch-österreichischen Grenzgebiet; das Renaissance-Städtchen Slavonice wird als architektonisches Merkmal von Czech Canada hervorgehoben.

Für eine Reise mit Kindern bietet der Jindrova-Lehrpfad besonders konkrete Orientierung: Er führt am Hamerský-Bach, an den felsigen Hängen und Blockhaldenwäldern des Jindřišské-Tals sowie an natürlichen Bachmäandern vorbei. Seine 21 Informationstafeln enthalten jeweils einen Abschnitt für Vorschulkinder und jüngere Schulkinder. Im Třeboňer Raum verläuft die Cesta kolem Světa als 12 Kilometer langer, geschlossener Rundweg um den Svět-Teich. 16 Informationstafeln erklären ökologische Zusammenhänge sowie typische Pflanzen- und Tierarten der Třeboňer Landschaft und behandeln außerdem Teichwirtschaft, Kurbetrieb und Volksarchitektur.

Teiche, Moorlandschaften und der beschilderte Rundweg prägen das Umfeld von Třeboň. Historische Stadtkerne, Museen und Schlossbesuche stehen in Jindřichův Hradec im Mittelpunkt; Czech Canada, Slavonice und die Umgebung von Landštejn verbinden Grenzlandschaft, Naturpark und Renaissancearchitektur. Eine 1906 entstandene Schmalspurbahn verläuft 46 Kilometer nordwärts bis Obrataň und verbindet Kamenice nad Lipou sowie Černovice. Die Nežárka-Radroute verbindet Jindřichův Hradec mit den Jemčinské-Wäldern, während Dačice mittelschwere Radrunden anbietet.

Weitere Orte im Okres Jindřichův Hradec sind Ceské Velenice, Halámky, Hamr, Hrachoviste, Jarosov Nad Nezarkou, Lomnice Nad Luznicí, Záblatí U Ponědraže, Lutová, Nová Bystrice, Nová Hlína, Ponedraz, Sedlo, Smrzov, Střížovice U Kunžaku, Suchdol Nad Luznicí, Wittingau, Ceska Olesna, Vícemil, Clunek, Jindrichuv Hradec, Kamenný Malíkov, Lasenice, Nova Vcelnice, Plavsko, Rosec, Starý Bozdechov, Strmilov, Vnorovice, Kardašova Řečice, Slavonice, Straz Nad Nezarkou, Stribrec, Dačice, Staré Město Pod Landštejnem, Volfířov, Staňkov U Třeboně, Blažejov, Budíškovice, Chlum U Třeboně, Dešná U Dačic, Deštná U Jindřichova Hradce, Doňov, Dunajovice, Dvory Nad Lužnicí, Český Rudolec, Číměř, Horní Pěna, Horní Radouň, Lodhéřov, Majdalena, Nová Ves Nad Lužnicí, Novosedly Nad Nežárkou, Pluhův Žďár, Popelín, Rapšach, Staré Hobzí, Jilem, Horní Skrýchov, Hatín, Drunče, Báňovice, Bednárec, Bednáreček, Bořetín U Strmilova, Březina U Deštné, Cep, Cizkrajov, Červený Hrádek, Dívčí Kopy, Dobrohošť U Dačic, Domanín U Třeboně, Studená U Telče, Frahelž, Hadravova Rosička, Heřmaneč, Zahrádky, Dolní Žďár, Horní Meziříčko, Horní Němčice, Horní Slatina, Hospříz, Hříšice, Písečné U Slavonic, Rodvínov, Kačlehy, Klec, Kostelní Radouň, Kostelní Vydří, Peč, Lužnice, Nová Olešná, Okrouhlá Radouň, Pleše, Polště, Ponědrážka, Příbraz, Ratiboř U Jindřichova Hradce, Rosička U Deštné, Světce, Třebětice U Dačic, Újezdec U Kardašovy Řečice, Velký Ratmírov, Višňová U Kardašovy Řečice, Vlčetínec, Vydří, Županovice U Dešné, Třeboň Ii, Horní Lhota, Hrutkov, Kunžak, Řečice, Blato, Jindřichův Hradec 1 und Pístina.

In Dačice befindet sich außerdem das private Vilém-Göth-Luftfahrtmuseum.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Südböhmische Region.

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