Klec zwischen Teichlandschaft und Burgengeschichte
Klec liegt in einem ruhigen Teil des Landschaftsschutzgebiets Třeboňsko und verbindet eine vielgestaltige Teichlandschaft mit sichtbaren Spuren mittelalterlicher Geschichte. Südlich des Ortes liegen zwei ausgedehnte Teiche, darunter Potěšil. Wer für den Aufenthalt Naturwege und Kulturgeschichte miteinander verbinden möchte, findet hier auf engem thematischem Raum unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Teiche und Wege im Landschaftsschutzgebiet
Die Nadějská-Teichgruppe ist eine südböhmische Landschaft im Landschaftsschutzgebiet Třeboňsko. Sie besteht aus 15 unterschiedlich großen Zuchtteichen und prägt einen besonders charakteristischen Teil der Umgebung. Zwischen den Teichen verlaufen befestigte Wege auf den Dämmen. Dadurch lassen sich die einzelnen Gewässer als zusammenhängender Landschaftsraum wahrnehmen, ohne dass die Orientierung auf einen einzelnen Teich beschränkt bleibt.
Für die Anreise bildet außerdem der Teich Rybník Klec einen konkreten Orientierungspunkt. Er ist über die Straße Nr. 148 von Lomnice nad Lužnicí in Richtung Novosedly nad Nežárkou erreichbar. Neben den befestigten Wegen auf den Teichdämmen gehört damit auch eine Straßenverbindung zu den räumlichen Bezügen rund um Klec. Die eine Orientierung folgt den Dämmen zwischen mehreren Teichen, die andere führt über eine Straße zu Rybník Klec.
Am Ortsende von Klec biegt der rot markierte Weg bei U Penzionu U Kačerů nach links ab. Er führt über die Dämme der Teiche Víra und Naděje bis zum Wanderwegweiser Naděje. Eine weitere Wegverbindung kommt von Třeboň: Der rot markierte Weg führt durch Klec weiter zur Nadějská-Teichgruppe. Anschließend verläuft er über die Dämme der Teiche Překvapil, Nový und Krajina, vorbei an der Einöde U Nohavů, bis zum Bahnhof in Vlkov.
Burgengeschichte bei Klec
Etwa 1,5 Kilometer vom Dorf Klec entfernt ließ Oldřich z Ústí zwischen etwa 1395 und 1410 eine Burg errichten, die teilweise auch als Festung bezeichnet wird. Ihre Geschichte ist von einem einschneidenden Ereignis geprägt: 1435 wurde die Burg von den Truppen von Oldřich z Rožmberku erobert und niedergebrannt.
Von der Anlage sind bis heute nur Geländeerhebungen in Form von Wällen und Gräben sowie ein kleines Mauerfragment erhalten. Gerade diese zurückhaltenden Überreste geben der Ortsgeschichte ihren besonderen Charakter. Statt einer vollständig erhaltenen Anlage begegnen Sie hier einer Landschaft, in der die frühere Befestigung durch Formen im Gelände und ein einzelnes Mauerfragment erkennbar bleibt.
Ein kleines Denkmal im Ort
In Klec steht außerdem die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk, ein kleines Denkmal von lokaler Bedeutung. Zusammen mit der Burgstelle erweitert sie den Blick auf Klec um eine kulturgeschichtliche Facette, die unmittelbar im Ort beziehungsweise in seiner näheren Umgebung verankert ist.
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