Majdalena – Flusslandschaft, Kultur und Radwege
Majdalena verbindet die Flusslandschaft der Lužnice mit geschichtlichen Spuren und Möglichkeiten für Radfahrer, Kanuten und Angler. Der Ort liegt im Landschaftsschutzgebiet Třeboňsko und im UNESCO-Biosphärenreservat. Wenn Sie für Ihre Reise in Tschechien Natur, Wasser und Kultur verbinden möchten, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
Flüsse, Kanufahrt und Sportfischerei
Etwa 3 km hinter Majdalena teilt sich das Bett der Lužnice in die Stará řeka und die Nová řeka. Die Nová řeka ist ein 13,5 km langer künstlicher Kanal mit geraden Abschnitten, der im 16. Jahrhundert von Jakub Krčín von Jelčany erbaut wurde. Auf der Lužnice können Sie entweder durch die Stará řeka oder durch die Nová řeka fahren und anschließend über die Nežárka zur Lužnice bei Veselí nad Lužnicí weiterfahren. In Majdalena gibt es außerdem einen öffentlichen Campingplatz für Kanuten.
In der Umgebung von Majdalena ist Sportfischerei möglich. Das Nichtforellen-Revier 421 041 Lužnice 10 A erstreckt sich vom Wehr am Rozvodí von Nová řeka und Stará řeka bis zum Wehr Šulcův mlýn in Tušť. Die genaue Bezeichnung des Reviers hilft Ihnen dabei, dieses Angebot von den übrigen Wassererlebnissen der Gegend zu unterscheiden.
Eine Flusslandschaft mit geschützten Lebensräumen
Das mäandrierende Flussbett der Lužnice mit zahlreichen Altarmen und Tümpeln bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Das Naturschutzgebiet Meandry Lužnice ist eines von zwei Naturschutzgebieten auf dem Gemeindegebiet von Majdalena. Eine geologische Lokalität 1 km nördlich von Majdalena umfasst einen 2,8 km langen, mäandrierenden Abschnitt der Lužnice mit Aue und einem Netz ehemaliger Flussarme.
Diese Landschaft eignet sich besonders für eine Reiseplanung, bei der nicht nur ein einzelner Ausflugsort zählt, sondern die unterschiedlichen Formen eines Flusses: künstlicher Kanal, natürliche Mäander, Altarme und geschützte Bereiche. In der Nähe des Bahnhofs Majdalena liegt an einer Kreuzung von Wanderwegen die wichtige und gefährliche Staustufe Pilař.
Kirche, Kanäle und regionale Geschichte
Östlich des Ortszentrums von Majdalena in Richtung der Lužnice steht die Kirche St. Maria Magdalena. Sie ist ein spätgotischer einschiffiger Bau; Chor und ein Teil des Langhauses stammen aus dem Jahr 1534. Auf dem Hauptaltar befindet sich ein Gemälde der heiligen Maria Magdalena von dem Krumauer Maler J. Philipot aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Auch der künstliche Kanal Zlatá stoka stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zusammen mit der Nová řeka verweist er auf die historische Gestaltung der Wasserlandschaft. Für eine kulturell ausgerichtete Tagesplanung lässt sich der Kirchenbesuch daher mit der Betrachtung der Kanäle und der Landschaft verbinden, ohne den Ort auf ein einziges Ausflugsziel zu reduzieren.
Radfahren rund um Majdalena
Der Lehr-Radweg Okolo Třeboně umfasst die Station Myslivna Barbora zum Thema Entwicklung der Besiedlung. Barbora liegt etwa 3 km westlich des Zentrums von Majdalena. Für Radfahrer ist Majdalena über sicherere Radwege gut erreichbar. Damit bietet der Ort auch einen nachvollziehbaren Ausgangspunkt, wenn Sie bei Ihrer Reise die Entwicklung der Besiedlung, die Kanallandschaft und die Flussauen in einer gemeinsamen Fahrradtour erkunden möchten.
Weitere Orte für Ihre Recherche
Für die weitere Reiseplanung können Sie außerdem Lodhéřov, Rapšach, Jindrichuv Hradec, Nová Bystrice, Hříšice, Stribrec, Dívčí Kopy und Ceské Velenice ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jindřichův Hradec.
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