Ratiboř U Jindřichova Hradce zwischen Wasser und Geschichte

Ratiboř U Jindřichova Hradce zwischen Wasser und Geschichte

Ratiboř U Jindřichova Hradce verbindet eine weitläufige Wasserlandschaft mit Spuren mittelalterlicher Geschichte und bemerkenswerten Sakralbauten. Der Teich Holná umfasst 244 Hektar und liegt im Katastergebiet der Gemeinde Ratiboř. Er entstand bereits zur Zeit Karls IV. und wurde von Jakub Krčín z Jelčan instand gesetzt. Auf seiner Oberfläche spiegelt sich die Insel Naxos. Die Insel trägt ihren Namen nach der gleichnamigen Insel in der Ägäis. Diese ägäische Naxos ist als Natur-Biosphärenreservat ausgewiesen; Naxos im Teich Holná ist nicht dieselbe Insel.

Am Matenský rybník liegen Feuchtgebiete, Torfmoore und angrenzende feuchte Wiesen. Diese Landschaftsformen unterscheiden sich deutlich von der offenen Wasserfläche des Holná. Am Holná prägt die offene Wasserfläche den Landschaftseindruck; am Matenský rybník bestimmen Moore und feuchte Wiesen die Umgebung des Gewässers.

Wege, Wälder und Baden am Holná

Entlang des Damms von Holná verläuft ein markierter Wanderweg. Ebenfalls entlang des Damms führt ein Radweg durch die ausgedehnten Jemčiner Wälder zum ehemaligen Jagdschloss Jemčina. Der Wanderweg verläuft am Gewässer, während die Radroute in die Wälder und weiter bis zum ehemaligen Jagdschloss führt. Am Teich Holná ist an mehreren Stellen Baden möglich. Der markierte Wanderweg bleibt am Gewässer, während die Radroute durch die ausgedehnten Jemčiner Wälder bis zum ehemaligen Jagdschloss Jemčina führt; an mehreren Stellen ist am Holná Baden möglich.

Historische Orte rund um Ratiboř

Das heutige Gebäude der Svatá Barbora ist spätgotisch und erstmals 1503 belegt. Die Svatá Barbora befindet sich in privatem Besitz, wurde von der Eigentümerseite restauriert und ist derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Zugang zum Inneren bleibt der Öffentlichkeit derzeit verwehrt.

Oberhalb von Ratiboř wurde die als Čestův hrádek bekannte kleine Festung zum Schutz des alten Landwegs aus Österreich über die Gegend in Richtung Tábor errichtet. Der alte Landweg verlief von Österreich über die Gegend von Ratiboř in Richtung Tábor. Čestův hrádek wurde irgendwann nach 1417 aufgegeben und während der Hussitenkriege zerstört. Von der Anlage sind keine baulichen Überreste erhalten; der Ort trägt weiterhin den Namen Hrad.

Die der Jungfrau Maria geweihte Kapelle in Ratiboř wurde 1780 erbaut. Die Kapelle auf dem Dorfplatz von Ratiboř steht im oberen Teil des Platzes und ist von Linden gesäumt. Die Kapelle von 1780 stammt aus einer jüngeren Bauzeit als die spätgotische Svatá Barbora; deren erste Belegung ist bereits für 1503 belegt.

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