Jindřichův Hradec: Schloss, Schmalspurbahn und Lehrpfad
Jindřichův Hradec verbindet eindrucksvolle Kulturgeschichte mit besonderen Erlebnissen in der Landschaft Südböhmens. Zwischen Schloss- und Burgareal, Museen, einer historischen Schmalspurbahn und dem Jindrova-Lehrpfad finden Sie unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung.
Kultur zwischen Schloss, Kloster und Weberei
Der Auswahlrundgang durch das Schloss- und Burgareal führt durch spätgotische bis hochrenaissancezeitliche Gebäude und Innenräume. Er beginnt in der spätgotischen Schwarzen Küche und endet im Musikpavillon Rondel. So lässt sich der Besuch als klar gegliederte Folge verschiedener historischer Räume erleben.
Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit sind die Krýzovy Jesličky, die weltweit größte volkstümliche mechanische Weihnachtskrippe. In ihr befinden sich etwa 1.400 Figuren von Menschen und Tieren, von denen sich 133 bewegen. Die Kirche St. Johannes der Täufer zählt zu den wertvollsten Baudenkmälern Südböhmens. Gemeinsam mit dem Minoritenkloster beherbergt sie Dauerausstellungen zur religiösen Kunst von Jindřichův Hradec, zum „Baum des Lebens“ und zu Tomáš Krýzas anamorphotischem Porträt.
Das ehemalige Minoritenkloster wird vom Muzeum Jindřichohradecka verwaltet und dient heute als kulturelles und Bildungszentrum. Im Dům gobelínů zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte der Weberei in Jindřichův Hradec und das Wirken von Marie Teinitzerová. Sie können dort die Handweberei an horizontalen und vertikalen Webstühlen beobachten. Im Jahr 2026 bietet das Haus außerdem kreative Workshops zu traditionellen und neueren Handwerken an.
Auch die moderne Bild- und Mediengeschichte ist vertreten. Die Dauerausstellung „Moc médií“ behandelt zentrale Momente der fotografischen, filmischen und audiovisuellen Technik sowie deren gesellschaftliche Funktion. Das Muzeum fotografie a moderních obrazových médií bietet für die breite Öffentlichkeit Führungen mit praktischen Demonstrationen von Prinzipien der Bildgebung und Aufzeichnung an.
Schmalspurbahn, Lehrpfad und Aussicht
Die Schmalspurbahnstrecke Jindřichův Hradec–Nová Bystřice stammt aus dem Jahr 1897. Sie führt durch die Landschaft der Česká Kanada in Richtung österreichische Grenze und bringt damit eine historische Streckenführung mit einer markanten Landschaftsregion zusammen.
Für eine ausführlichere Erkundung der Umgebung verläuft der Jindrova-Lehrpfad auf einer rot markierten Wanderroute zwischen Jindřichův Hradec und Malý Ratmírov. Der Weg ist ungefähr 13 Kilometer lang und führt am steinigen Bett des Hamerský potok durch das Jindřišské-Tal mit felsigen Hängen und Schuttwäldern.
Ein weiterer markanter Orientierungspunkt ist der städtische Aussichtsturm bei der Kirche Mariä Himmelfahrt. Er ist 68,3 Meter hoch. Bei klarem Wetter bietet die Hvězdárna prof. Františka Nušla Himmelsbeobachtungen mit Teleskopen an.
Für die Auswahl Ihrer Unterkunft können Sie zunächst den gewünschten Schwerpunkt festlegen: Schloss, Museen und historische Innenräume, eine Fahrt durch die Česká Kanada, ein längerer Lehrpfad oder ein besonderes Erlebnis bei klarem Nachthimmel.
Weitere Orte für Ihre Recherche
Beziehen Sie außerdem Zahrádky, Lužnice, Horní Němčice, Starý Bozdechov, Červený Hrádek, Březina U Deštné, Báňovice und Pluhův Žďár in Ihre weitere Reiseplanung ein.
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