Okres Ústí Nad Orlicí: Burgen, Berge und Wasser

Okres Ústí Nad Orlicí verbindet Burgen und Militärgeschichte mit bewaldeten Höhen, Flusstälern und dem Pastviny-Reservoir. Für Ihre Reiseplanung entsteht daraus eine ungewöhnlich vielseitige Mischung: Sie können historische Bauwerke erkunden, Sammlungen zu Natur und regionaler Geschichte besuchen, auf Waldwegen unterwegs sein oder Wassererlebnisse einplanen. Die Landschaft wechselt dabei deutlich mit der Höhenlage und reicht von wärmeren, trockeneren Bereichen bis zu den kältesten und niederschlagsreichsten Teilen des Pardubický kraj.

Burgen, Museen und regionale Geschichte

Eine der eindrucksvollsten historischen Stationen ist die Burg Litice. Sie steht auf einem Hügel in einer Schleife der Divoká Orlice, umgeben von ausgedehnten Wäldern. Unter Jiří von Poděbrad wurde sie bis 1468 umfassend umgebaut; im 15. Jahrhundert zählte Litice zu den bedeutendsten Festungen Böhmens. Einen anderen Zugang zur Geschichte der Region bietet das Městské muzeum Králíky. Es dokumentiert die Geschichte des Králicko und zeigt Sammlungen zu Krippen, Mineralien, Insekten, Vögeln und Säugetieren. Zusätzlich finden dort Ausstellungen, Vorträge und Konzerte statt; ein Informationszentrum gehört ebenfalls zum Angebot.

In Králíky verbindet der Lehrpfad zur Militärgeschichte die Artilleriefestung Hůrka, das Militärmuseum Králíky, einen Aussichtspunkt und den Infanteriebunker K-S 14. Das Militärmuseum ist mit dem Zug bis zum Bahnhof Prostřední Lipka erreichbar, anschließend sind etwa 300 Meter zu Fuß zurückzulegen. In Letohrad richtet das Handwerksmuseum den Blick auf historische Berufe der Lebensmittelherstellung, darunter Müllerei, Bäckerei, Käseherstellung, Butterproduktion, Sodawasserherstellung und Imkerei. Eine bewegliche Darstellung mit 25 geschnitzten Handwerkern zeigt 15 Gewerbe. Außerdem umfasst die Ausstellung mehr als 100 historische Krippen, von denen fast die Hälfte von Králické-Schnitzern gefertigt wurde.

Berge, Flüsse und stille Landschaften

Im östlichen Teil des Bezirks reichen die Orlické hory mit dem Suchý vrch auf 995 m und dem Buková hora auf 958 m; den Nordosten prägt vor allem das Massiv Králický Sněžník. Der Bezirk liegt an der europäischen Hauptwasserscheide. Zu seinen wichtigsten Flüssen gehören Tichá Orlice, Divoká Orlice, Třebovka und Moravská Sázava. Das größte Gewässer des Bezirks ist das Pastviny-Reservoir mit einer Fläche von 110 Hektar.

Auch die Waldlandschaft ist ein prägendes Merkmal: Wald bedeckt 31,9 % des Bezirks, der höchste Anteil unter den Bezirken des Pardubický kraj. Die zentralen und nördlichen Vorland- und Hochflächen ohne größere Siedlungen zählen zu den am wenigsten anthropogen beeinflussten Gebieten des Pardubický kraj. Für die Wahl Ihrer Reiseausrichtung ist zudem der ausgeprägte Höhenunterschied wichtig. Vysokomýtsko gilt als wärmster und trockenster Teil, Lanškrounsko ist kühler und feuchter, während Králicko und das höhere Žambersko innerhalb des Pardubický kraj zu den kältesten und feuchtesten Bereichen gehören.

Wege, Wasser und besondere Ausflüge

Ein stilles kulturelles Erlebnis bietet der Kreuzweg jenseits der Tichá Orlice. Er führt auf einem Waldweg in Richtung Andrlův chlum und umfasst 14 Stationen. Die Stationen I bis XI sind kleine Kapellen, die Stationen XII bis XIV größere Kapellen. Station XIII ist die Kalvárie-Kapelle, Station XIV die Kapelle Božího hrobu. Von Ústí nad Orlicí führt außerdem eine 7 Kilometer lange Wanderroute zum Aussichtspunkt Andrlův chlum und über den Kreuzweg.

Im übergeordneten Gebiet Orlicko-Třebovsko sind Radfahren, Inline-Skaten, Kanufahren, Aktivitäten im Seilpark und die Nutzung einer Kletterwand dokumentiert. Auch eine Radroute zwischen Choceň, Ústí nad Orlicí und Letohrad gehört zum dort beschriebenen Wegenetz. Am Pastviny-Reservoir sind Tretbootfahrten, Bootfahren, Stand-up-Paddling und Angeln möglich. Wer geologische Themen bevorzugt, findet im Geologischen und Wasser-Museum in der Natur eine Bildungsstation an der Quelle Klopotský pramen. Als weiterer historischer Zielpunkt liegt die Ruine der Burg Lanšperk auf einem bewaldeten Hügel über dem Tal der Tichá Orlice; ihre Gründung wird wahrscheinlich in die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert.

Die direkte Ortsauswahl umfasst Cenkovice, Cervená Voda, Jablonne Nad Orlici, Klásterec Nad Orlicí, Sobkovice, Vyprachtice, Dolní Morava, Horni Lipka, Letohrad, Lichkov, Lisnice, Mladkov, Nekor, Janovicky, Zamberk, Nová Ves, Dolni Orlice, Jamne Nad Orlici, Kraliky, Valterice, Vlckovice, Chocen, Pustina, Ceske Libchavy, Sázava U Lanškrouna, Pastviny, Těchonín, Hejnice U Žamberka, České Petrovice, Záchlumí U Žamberka, Brandýs Nad Orlicí, Bučina, Bystřec, Vysoké Mýto, Cotkytle, Džbánov, Damníkov, Dlouhá Třebová, Dolní Dobrouč, Dolní Čermná, Wildenschwert, Ceská Rybná U Zamberka, Česká Třebová, České Heřmanice, Sruby, Hnátnice, Horní Čermná, Horní Hermanice V Cechách, Koldín, Hrušová, Kunvald V Cechách, Luková, Lanškroun, Libchavy, Svatý Jiří, Lukavice, Mostek, Orličky, Vračovice-Orlov, Ostrov, Písečná, Rudoltice, Rybník, Vraclav, Semanín, Sopotnice, Sudslava, Tatenice, Tisová, Třebovice, Újezd U Chocně, Verměřovice, Vinary, Voděrady, Zámrsk, Řepníky, Řetová, Řetůvka, Anenská Studánka, Běstovice, Studené, Bošín, Slatina, Dlouhoňovice, Dobříkov, Horní Heřmanice, Leština, Helvíkovice, Žampach, Horní Třešňovec, Hrádek, Libecina, Jehnědí, Kameničná, Kosořín, Krasíkov, Lubník, Velká Skrovnice, Mistrovice, Nové Hrady U Skutče, Nemcí, Zálší, Podlesí, Sudislav Nad Orlicí, Oucmanice, Petrovice, Plchovice, Přívrat, Radhošť, Skořenice, Stradouň, Strážná, Zádolí, Šedivec, Trpík, Týnišťko, Zářecká Lhota, Žichlínek, Zbudov, Rviště und Horní Morava.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pardubice.

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