Pastviny – Talsperre, alte Brücken und Landschaft

Pastviny verbindet eine markante Landschaft mit ungewöhnlich vielen Spuren der Regionalgeschichte. Der Ort liegt in der Mladkovská vrchovina, dem niedrigsten Teil des Adlergebirges. Wasser, Brücken, alte Bäume und kleine historische Bauwerke geben Ihnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung – von einer Radtour bis zur Entdeckung lokaler Geschichte.

Landschaft und besondere Naturdenkmale

Zu den auffälligen Zielen gehören die unter dem Namen Vejdovy lípy bekannten Gedenklinden bei dem Gehöft U Vejdů. Eine dieser Linden wird auf ein Alter von 850 Jahren geschätzt. Der Bezug zu einem konkreten Gehöft und die außergewöhnliche Altersangabe machen den Ort zu einem anschaulichen Beispiel dafür, wie eng Landschaft und Siedlungsgeschichte in Pastviny miteinander verbunden sind.

Talsperre und Brücken über der Landschaft

Die Talsperre Pastviny ist die letzte aus Stein errichtete Talsperre in Tschechien. Auch die Brücken in und um Pastviny erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Bauweisen. Der Eisenbetonviadukt im Ort ist eine Brücke I. Klasse mit zwei Bogenöffnungen von jeweils 50 Metern lichter Weite. Die Eisenbrücke Kraví skok wurde 1905 über die Divoká Orlice errichtet. Vor der Überflutung des Tals versetzte man sie an ihren heutigen Standort oberhalb der Bucht Bublačka. Der Viadukt und die Eisenbrücke zeigen damit zwei unterschiedliche Bauweisen: zwei Bogenöffnungen aus Eisenbeton auf der einen, eine 1905 errichtete Eisenkonstruktion auf der anderen Seite.

Die Grüne Route mit dem Fahrrad

Die Grüne Route beginnt am Touristeninformationszentrum von Pastviny und führt durch das Gebiet Zemská brána und seine Umgebung. Die Grüne Route durch das Gebiet Zemská brána und seine Umgebung ist eine mittelschwere Radroute. Die Strecke verläuft vollständig über asphaltierte Straßen durch ein Erholungsgebiet mit erhöhtem Kraftfahrzeugverkehr. Wo sie parallel zu einem Wanderweg führt, haben Fußgänger Vorrang. Für Ihre Planung sind damit sowohl der asphaltierte Belag als auch die Verkehrssituation und die Regelung zugunsten der Fußgänger wichtige Merkmale dieser Route.

Geschichte im Ortsbild

Die erste historische Erwähnung von Pastviny, früher Pastwinie, stammt aus dem Jahr 1514. Ein späteres Zeugnis ist die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk: Sie wurde am 26. Mai 1818 auf Kosten von Jan Hovad errichtet. Am unteren Ortsende steht die Glockenstube, die wahrscheinlich zwischen 1780 und 1790 entstand und 2010 vollständig rekonstruiert wurde. Die vorsichtige Zeitangabe bei ihrer Entstehung bleibt dabei ebenso Teil ihrer Geschichte wie die vollständig ausgeführte Rekonstruktion.

Orientierung vor Ort

Das Touristeninformationszentrum von Pastviny berät zu Tourismus, Unterkünften, Gastronomie und Fahrplänen. Außerdem erhalten Sie dort Souvenirs, Postkarten und kleine Leckereien. Weil die Grüne Route hier beginnt, lässt sich die örtliche Orientierung mit der Information über diese Radtour verbinden. Für weitere Reiseziele können Sie auch Voděrady, Lanškroun, Semanín, Radhošť, Vysoké Mýto, Žampach, Pustina und Cervená Voda ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Ústí Nad Orlicí.

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