Červené Pečky: Schlosspark, Kirchen und Geschichte
Červené Pečky ist ein Ziel für alle, die unterschiedliche Zeitschichten entdecken möchten: ein Schloss an der Stelle einer früheren Feste, ein historischer Schlosspark, gotische und barocke Sakralbauten sowie archäologische Spuren aus römischer Zeit. Dazu kommen ein historisches Eisenbahnbauwerk und wiederkehrende Kulturveranstaltungen. So lässt sich der Ort über seine Geschichte, seine Parkanlage und sein Veranstaltungsleben kennenlernen.
Schlosspark und frühe Spuren
Das Schloss der Familie Hrubých z Jelení wurde im 17. Jahrhundert an der Stelle einer früheren Feste errichtet. Der Schlosspark ist im englischen Stil angelegt und enthält seltene Bäume, die über 150 Jahre alt sind. Im Schlosspark wurden in Dutzenden Gewächshäusern Zierpflanzen, insbesondere Orchideen, kultiviert und gezüchtet; die Sammlung zählte zu den berühmtesten in Europa. Im Bereich Ohrada in Červené Pečky befindet sich eine Siedlungsstätte aus der römischen Zeit mit Funden von Tongefäßen, Tierknochen und Spuren eines Wohnbaus. Diese Verbindung macht den Ort für Besucher interessant, die Gartenkultur, Geschichte und Archäologie miteinander verbinden möchten.
Kirche und historische Kapellen
Die Kirche Geburt der Jungfrau Maria in Červené Pečky ist eine gotische Kirche aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts und wurde 1352 erstmals als Pfarrkirche erwähnt. Zum Komplex gehören ein aufgelassener Friedhof mit historischer Einfriedung und eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Traditionell findet in dieser Kirche die Nacht der Kirchen statt.
Mehrere kleinere Sakralbauten ergänzen das historische Ortsbild. Die Familie Hrubý errichtete 1846 am Rand von Červené Pečky die empirische Kapelle des heiligen Kreuzes mit einer Gruft. Die Begräbniskapelle der Familie von Baron Josef Hrubý in Červené Pečky ist ein spät-empirisches Bauwerk aus den Jahren 1845–1846. Die Boží muka in Červené Pečky ist eine säulenförmige Wegkapelle aus dem Jahr 1757. Die Statue der heiligen Margareta ist ein barockes bildhauerisches Werk aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die dreiseitige Nischenkapelle in Červené Pečky ist ein kleines barockes Sakralbauwerk aus dem 18. Jahrhundert. Die Kapelle P. Marie war ursprünglich eine barocke Nischenkapelle aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1842 umgebaut. Sie steht am südlichen Rand von Červené Pečky an der Straße nach Bojiště.
Brücken und Musik im Schlosspark
Die steinerne Eisenbahnbrücke in Červené Pečky überspannt das Tal des Chotouchovský potok zwischen den Bahnhöfen Červené Pečky und Ratboř und stammt aus den Jahren 1899–1900. Die Steinbrücke Na Pazderně überquert den Nebovidský potok im nördlichen Teil von Červené Pečky nahe dem Teich Pazderna. Zu Lom u Červených Peček führt kein markierter Weg; der Zugang erfolgt von einer Brücke über einen wenig ausgeprägten Weg am linken Ufer des Nebovidský potok. Im Schlosspark ist Červenopečecká Pecka ein wiederkehrendes Open-Air-Festival mit Folk-, Tramp- und Country-Musik.
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