Pašinka – Fels, Festung und Kulturspuren

Pašinka zwischen Fels und Kulturspuren

Pašinka verbindet einen markanten Kletterstandort mit aussagekräftigen Zeugnissen der Ortsgeschichte. Der Klettersektor Pašinka erstreckt sich an beiden Ufern der Polepka (Chotouchovský potok), etwa 700 m südlich von Pašinka. Natur und Kultur treten hier in unterschiedlichen Formen hervor: Felswände und ein nahezu ebener Lehrpfad stehen Festung, Bildstock und Gedenklinde gegenüber. So reicht das Ortsbild von aktiver Bewegung in der Landschaft bis zu erhaltenen und überlieferten Kulturspuren.

Felsen und ein leichter Lehrpfad

Der Sektor Skála u Kohoutova mlýna verfügt über eine 18 m hohe Felswand mit 57 Kletterrouten. An der Felswand bündeln sich damit zahlreiche Möglichkeiten für den Klettersport auf einem klar umrissenen Standort. Der Felsstandort unterscheidet sich deutlich von den kulturgeschichtlichen Zielen Pašinkas.

Für eine weniger vertikale Aktivität ist der Lehrpfad Polepy eine andere Option. Er wurde so angelegt, dass er Fußgängern und Radfahrern dienen kann. Der Lehrpfad ist leicht und weist nahezu keine Höhenunterschiede auf. Dadurch bildet er einen klaren Gegensatz zur Felswand: Hier steht die Fortbewegung auf einem einfachen Verlauf im Vordergrund, nicht die Überwindung einer senkrechten Wand.

Festung Pašinka und ihre erhaltene Gestalt

Die Festung Pašinka ist nicht zugänglich. Sie ist unter der Nummer 47073/2–830 im Zentralen Verzeichnis der unbeweglichen Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik eingetragen. Von der Festung ist vor allem ein dreistöckiger quadratischer Turm mit einem barocken, mit Holzschindeln gedeckten Dach erhalten. Der Turm bildet den markantesten erhaltenen Teil der Anlage. Damit bleibt die Festung als historischer Bezugspunkt erhalten, auch wenn ihr Inneres nicht besichtigt werden kann.

Bildstock, Legende und Gedenklinde

Frei zugänglich ist der Bildstock der Heiligen Dreifaltigkeit. Der aus Bruchstein errichtete Bildstock wurde wahrscheinlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet. Der Ort ist mit einer lokalen Legende verbunden: Dort sollen sich 1349 der Sohn des Vladiken Vindervein, des Besitzers der örtlichen Feste, und die Tochter des Vladiken Buzek aus dem Geschlecht der Lipanských das Leben genommen haben. Die Legende verankert den Bildstock zugleich in einer Erzählung, die weit über seine Bauzeit hinausweist.

Zusammen mit der Gedenklinde von Pašinka bildet der Bildstock ein bedeutendes landschaftsprägendes Ensemble. Die Linde von Pašinka steht wegen ihres ästhetischen Erscheinungsbilds, ihres Wuchses und ihrer Funktion als landschaftliche Dominante im Zusammenhang mit einem Kulturdenkmal unter Schutz. In dieser Verbindung treffen ein frei zugänglicher Bildstock, eine lokale Überlieferung und ein geschütztes Natur- und Kulturelement aufeinander. Das Ensemble gibt dem Ort neben den sportlichen Möglichkeiten eine deutlich kulturgeschichtliche Seite.

Václav Radimský und die Landschaft von Pašinka

Nach 1922 lebte der Maler Václav Radimský in Pašinka und entnahm Motive aus Polabí und der Region Kolín. Damit gehört neben einzelnen Bauwerken auch die Landschaft selbst zu den kulturellen Bezugspunkten des Ortes. Pašinka verbindet so sichtbare Zeugnisse wie Turm, Bildstock und Linde mit einem künstlerischen Blick auf die weitere Landschaft von Polabí und der Region Kolín. Der Aufenthalt des Malers stellt eine Verbindung zwischen Pašinka und diesen Landschaftsräumen her.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kolín.

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