Žehuň – Žehuňský rybník, Natur und Geschichte

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Žehuň verbindet eine weitläufige Wasserlandschaft mit bemerkenswerten Naturbeobachtungen und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Wenn Sie für Ihre Reise nach Tschechien sowohl stille Landschaften als auch historische Entdeckungen suchen, bietet der Ort dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Der Žehuňský rybník und seine Vogelwelt

Der Žehuňský rybník ist der größte Teich in der Region Mittelböhmen und erstreckt sich über 5,5 km. Er gilt als bedeutendes Habitat für Wasservögel: 145 brütende Vogelarten sind dort belegt, insgesamt wurden mehr als 260 Vogelarten festgestellt. Damit steht nicht allein die Größe des Gewässers im Mittelpunkt, sondern auch seine Bedeutung als Lebensraum.

Für die Orientierung vor Ort sind zwei Einschränkungen wichtig. Eine sportliche Nutzung des Žehuňský rybníks ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht erlaubt. Außerdem ist das Betreten der Ufer- und Litoralvegetation zum Schutz brütender Vögel vom 1. April bis zum 31. Juli verboten. Diese Zeitangabe sollten Sie bei der Planung eines Naturausflugs berücksichtigen.

Geschützte Landschaften und Wege

In der Umgebung von Žehuň schützt das Nationale Naturreservat Kněžičky wärmeliebende Eichenwälder, Steppen- und Waldsteppenlebensräume sowie wechselfeuchte Senken. Mit diesen Lebensräumen sind seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten verbunden. Der blau markierte Wanderweg Kolín–Žehuň–Rožďalovice ermöglicht zusammen mit unmarkierten Feld- und Waldwegen teilweise den Zugang zum Natura-2000-Gebiet Kozí hůra.

Der Lehrpfad „Die Geschichte des Ritters Prokop“ führt durch Žehuň und die nähere Umgebung, ist etwa 3 km lang und umfasst sieben Informationstafeln zu Geschichte und Natur. Mit etwa 3 km Länge und sieben Tafeln verbindet er Natur- und Geschichtsthemen auf einer kompakten Strecke. Der Lehrpfad ist derzeit jedoch vorübergehend außer Betrieb. Auch die Kirche St. Gothard und das Beinhaus in Žehuň sind derzeit vorübergehend geschlossen.

Kirche, Beinhaus und barocke Kunst

Die heutige Kirche St. Gothard wurde von 1753 bis 1762 erbaut. Sie gehört zum ostböhmischen beziehungsweise hradecer spätbarocken Kunstkreis von František Kermer. Vom Kirchturm bot sich ein Ausblick über die Umgebung. Das Beinhaus von Žehuň entstand 1765–1766, um Gebeine aus den Gräbern des alten Friedhofs pietätvoll aufzubewahren; zugleich diente es als Leichenhalle. Im Inneren sind menschliche Knochen dekorativ in U-Form angeordnet.

Spuren weit zurückreichender Geschichte

Eine keltische Siedlung in Žehuň war vom 6. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. dauerhaft bewohnt und umfasste etwa 12,5 Hektar. Eine spätere Spur ist die Befestigungsanlage Na Zámečku: Ihre Reste liegen heute am Grund des Žehuňský rybníks und werden beim Ablassen des Teichs vor dem Abfischen sichtbar. Dabei sind sie von Jahr zu Jahr schlechter erkennbar.

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