Klentnice: Wandern, Burgruine und Wein
Klentnice ist ein Ziel für Reisende, die Natur, sichtbare Geschichte und den Charakter eines tschechischen Weinortes miteinander verbinden möchten. Rund um den Ort liegen geschützte Landschaften, ein markanter Wanderberg und historische Spuren, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Dazu kommen eine gotische Burgruine, eine spätbarocke Kirche, örtliche Weinkeller und kleine besondere Besichtigungsziele. Wenn Sie ein Hotel in Klentnice suchen, finden Sie hier deshalb einen Ort, dessen Reize unmittelbar aus Landschaft und Dorfgeschichte entstehen.
Geschützte Landschaft rund um Stolová hora
Das gesamte Katastergebiet von Klentnice gehört zum Landschaftsschutzgebiet CHKO Pálava. Einen besonders charakteristischen Ausschnitt bildet das Nationale Naturreservat Tabulová. Es umfasst den flachen Gipfel der Stolová hora und den angrenzenden Růžový vrch mit der Ruine Sirotčí hrádek. Die Landschaft ist nicht einheitlich bewaldet: Zum Reservat gehört ein Mosaik aus Wäldern und verschiedenen Steppentypen. Hier wächst auch die seltene äthiopische Salbei, die in Tschechien vermutlich nur an diesem Ort ursprünglich vorkommt.
Ein weiterer Naturpunkt ist Kočičí kámen. Das geschützte Naturdenkmal wird durch einen felsigen Kalksteinausstrich geprägt. Seine trockenen Rasenflächen beherbergen mehr als 200 Arten höherer Pflanzen. Damit stehen in Klentnice unterschiedliche Landschaftsbilder nebeneinander: der flache Gipfel der Stolová hora, Wald- und Steppenflächen im Naturreservat sowie der kalksteinreiche Naturraum von Kočičí kámen.
Wanderweg, archäologische Spuren und Burgruine
Stolová hora ist von Klentnice aus über einen rot markierten Wanderweg für Besucher erreichbar. Auf dem Gipfel gibt es archäologische Hinweise auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit. Außerdem sind dort Hinweise auf eine befestigte bronzezeitliche Siedlung erhalten; Überreste von Wällen und Mauern sind bis heute sichtbar. Der Weg führt damit nicht nur in eine geschützte Landschaft, sondern auch zu Spuren verschiedener Siedlungsepochen.
Oberhalb von Klentnice liegt Sirotčí hrádek, eine gotische Burgruine aus dem 13. Jahrhundert. Die Anlage steht seit 1964 unter Denkmalschutz. Für Ihre Planung ist eine wichtige Einschränkung zu beachten: Der Zutritt zu Sirotčí hrádek erfolgt auf eigene Gefahr. Die Ruine ist damit ein historischer Ort mit klarer eigener Besuchsregel und kein gewöhnlicher Ausstellungsraum.
Dorfgeschichte, Wein und kleine Museen
Auch im Zentrum von Klentnice gibt es einen denkmalgeschützten Komplex. Zu ihm gehört die einschiffige spätbarocke St.-Georgs-Kirche. Einen anderen Zugang zum örtlichen Charakter bietet der Vinařský spolek Klentnice, der Besucher in den örtlichen Weingütern und Weinkellern willkommen heißt. Klentnické hody gehören außerdem zu den Kulturveranstaltungen, die im Jahresverlauf in Klentnice stattfinden.
Für eine kleinere Entdeckung abseits von Burgruine und Naturreservat lädt das Coffee Museum in Klentnice dazu ein, historische Kaffeemaschinen in einem ebenso alten Haus zu entdecken. In der Mýdlárna na Pálavském vršku gibt es einen Laden mit Seifen und Naturkosmetik sowie handgefertigten Produkten tschechischer Kunstschaffender. So reicht das Spektrum eines Aufenthalts von einem markierten Wanderweg und archäologischen Überresten bis zu Wein, Ortskultur, historischen Geräten und handgefertigten Waren.
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