Borkovany
Borkovany zwischen Handwerk, Landschaft und Ortsgeschichte
Borkovany bietet mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte für eine Reise, bei der lokale Tradition, historische Details und Landschaft zusammenkommen. Besonders charakteristisch sind die Borkovanské kraslice, eine volkstümliche Kunsttradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Daneben gehören ein markierter Radweg, ein Waldgebiet und besondere Bau- und Erinnerungsorte zum dokumentierten Profil des Ortes.
Eine lebendige Tradition rund um die Borkovanské kraslice
Die Borkovanské kraslice stehen für eine Handwerksform mit langer Weitergabe innerhalb der örtlichen Tradition. In der Expozice kraslic wird diese Geschichte nicht nur anhand der verzierten Eier vermittelt: Ein Begleitfilm behandelt die Geschichte der Borkovanské kraslice und ihre Verzierung. Dadurch erhält die Ausstellung eine historische und gestalterische Dimension, ohne die Tradition auf ein einzelnes Ausstellungsstück zu reduzieren.
Zur Expozice gehört außerdem eine Vorführung vor Ort. Eine örtliche Kunsthandwerkerin zeigt Résování und macht damit einen konkreten Teil der überlieferten Gestaltungspraxis sichtbar. Wer sich für regionale Formen des Kunsthandwerks interessiert, findet hier deshalb einen besonders ortsbezogenen Zugang zu Borkovany. Die Verbindung aus überlieferter Tradition, Film und Vorführung unterscheidet diesen Besuch von einer reinen Betrachtung historischer Gebäude.
Kulturdenkmäler und wieder zugängliche Kreuze
Auch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zur Ortsgeschichte. Sie ist als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Ein weiteres markantes Detail ist das Tor des evangelischen Friedhofs. Es besitzt einen quadratischen Grundriss und ein Glockenturmgeschoss und stammt aus dem Jahr 1857. Das Tor gilt als architektonisch einzigartige Anlage und als bedeutendes kunsthistorisches Denkmal von Borkovany.
Im Katastergebiet von Borkovany wurden 2018 insgesamt neun Kreuze fachgerecht rekonstruiert. Die rekonstruierten Kreuze wurden an ihren ursprünglichen Standorten oder in deren Nähe aufgestellt, damit sie wieder zugänglich waren. Für die Ortsgeschichte sind sie damit nicht nur als erhaltene Einzelobjekte bedeutsam, sondern auch durch ihre Rückkehr in den jeweiligen räumlichen Zusammenhang.
Wald, Fischteich und eine markierte Radroute
Der Wald „Líchy“ bei Borkovany ist der letzte Ausläufer des Ždánický les. Als Naturraum ergänzt er die kulturhistorischen Themen um einen natürlichen Charakter. Eine weitere Möglichkeit, den Ort in eine aktivere Reiseplanung einzuordnen, bietet eine markierte Radroute: Sie verbindet das Lednice-Valtice-Areal mit dem Schlachtfeld von Austerlitz und führt durch Borkovany.
Auch der Borkovanský rybník gehört zum örtlichen Bild. Der Teich wird zum Sportfischen genutzt. Damit steht in Borkovany neben Kunsthandwerk, Denkmalen und Radroute ein weiterer, deutlich abgegrenzter Schwerpunkt zur Verfügung.
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