Krumvíř entdecken: Natur, Kultur und Tradition
Krumvíř verbindet ein geschütztes Naturgebiet mit markanten Sakralbauten, regionaler Handwerksgeschichte und lebendigen Traditionen. Wenn Sie ein Reiseziel suchen, das Naturbeobachtung und kulturelle Entdeckungen miteinander verbindet, bietet der Ort mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
Naturdenkmal Louky pod Kumstátem
Im Katastergebiet Krumvíř liegt das Naturdenkmal Louky pod Kumstátem. Es schützt panonische Lösssteppenrasen, breitblättrige Trockenrasen und trockene krautige Säume. Zu den dort vorkommenden besonders geschützten und weiteren bedeutenden Pflanzenarten zählen die Großblütige Kuhschelle (Pulsatilla grandis), der Purpur-Natternkopf (Echium russicum), der Tataren-Katrán (Crambe tataria) und die Sichelblättrige Serratula (Serratula lycopifolia). Damit steht in Krumvíř nicht nur eine allgemeine Landschaft, sondern ein geschütztes Naturdenkmal mit charakteristischen Pflanzengesellschaften und seltenen Arten im Mittelpunkt.
Kirchen, Kapelle und Ortsgeschichte
Die Kirche des heiligen Bartholomäus in Krumvíř ist ein unbewegliches Kulturdenkmal. Sie wurde am 26. Juni 1870 geweiht. Eine weitere Station der Ortsgeschichte ist die Kapelle des heiligen Kyrill und Methodius aus dem Jahr 1948. Sie erinnert an das hundertjährige Jubiläum der Abschaffung der Fronarbeit sowie an das Überstehen des Durchzugs der Kriegsfront ohne größere Schäden. Zwischen 1870 und 1948 liegen 78 Jahre der Ortsgeschichte.
Auch das Museum von Krumvíř bewahrt konkrete Zeugnisse der regionalen Vergangenheit. Zu seinen Exponaten gehören eine erhaltene Stellmacherwerkstatt und ein Grenzstein aus dem Jahr 1724. Für Ihren Besuch ist wichtig: Das Museum ist derzeit nur während einzelner Veranstaltungen und nach vorheriger Absprache geöffnet. Es handelt sich daher nicht um einen Ort, dessen Zugang Sie ohne vorherige Abstimmung als laufend geöffnet voraussetzen sollten.
Folklore und Veranstaltungen
Krumvíř ist eng mit dem Folklorefestival Kraj beze stínu verbunden, das 1976 in Krumvíř gegründet wurde. Beim Festival wird Zavádka präsentiert, ein zeremonieller Paartanz des Kirchweihbrauchtums vom schreitenden Typ. Er wird als einziger Tanz im Slovácko im 3/4-Takt getanzt. Das gesamte Festivalgelände ist barrierefrei; ausgenommen ist der Toilettenbereich.
Weitere Bräuche geben dem Jahreslauf des Ortes einen eigenen kulturellen Rahmen. Die Bartolomějské hody werden in Krumvíř am Sonntag um den 24. August gefeiert. Für Freunde regionaler Weinkultur lädt der Winzerverein Krumvíř zum traditionellen Josefský košt vín ein, der am Samstag, dem 14. März, ab 13 Uhr im Kulturhaus in Krumvíř stattfindet. Die beiden Bräuche verteilen sich damit über das Frühjahr und den Spätsommer. Der Slovácký verbuňk wurde am 25. November 2005 von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
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