Šitbořice – Hradisko, Radwege und Dorftraditionen

Šitbořice verbindet eine markante Landschaft mit archäologischen Spuren, lebendigen Dorffesten und einer ausgeprägten Radballtradition. Der Ort liegt dort, wo der Dyjskosvratecký úval in die Ausläufer des Ždánický les übergeht. Steile Hügel und schmale Schluchten prägen das Umfeld und geben dem Aufenthalt einen klaren landschaftlichen Charakter. Zugleich liegen mehrere besondere Entdeckungen direkt in Šitbořice: Hradisko, die Kirche svatého Mikuláše, die Stará škola und das Mineralwasser Štengar.

Hradisko und die Landschaft von Šitbořice

Hradisko ist eine bedeutende archäologische Stätte in Šitbořice. Erhalten sind ein zentraler Hügel, ein Graben und ein innerer Wall, die zu den Überresten einer wahrscheinlich mittelalterlichen Befestigung gehören. Dadurch lässt sich an diesem Ort nachvollziehen, wie stark die Geschichte der Gemeinde mit ihrer Landschaft verbunden ist, ohne dass der Besuch auf ein einzelnes Gebäude beschränkt bleibt.

Der niedrige Hügel liegt inmitten von Šitbořice. Einer Sage nach wird ihm ein kleiner Burgbau zugeschrieben; seine Kreisform erinnert an eine keltische Befestigung. Mehrere archäologische Funde wurden dort gemacht. Für Besucherinnen und Besucher, die sich für frühe Siedlungsspuren und lokale Überlieferungen interessieren, bietet Hradisko damit zwei unterschiedliche Zugänge: die sichtbaren Geländeformen und die Geschichten, die sich um den Ort ranken.

Radfahren, Radball und Veranstaltungen

Durch Šitbořice führen zwei Radrouten: die Velkopavlovická vinařská cyklostezka und die Radroute Šaratice–Šitbořice (Nr. 5114). Wer den Ort mit dem Fahrrad erkunden möchte, kann zwischen diesen beiden Radrouten wählen. Die Radrouten ergänzen damit die historischen und kulturellen Themen des Ortes um eine aktive Form der Entdeckung.

Auch abseits der Strecken ist der Radsport in Šitbořice sichtbar. TJ Sokol Šitbořice und die Gemeinde veranstalten jedes Jahr im Februar das Radballturnier TURNAJ MISTRŮ SVĚTA. Internationale Turniere im Radball finden in Šitbořice seit 1988 regelmäßig statt. Für die Wahl des Reisezeitraums ist deshalb der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Aufenthalt und einem Besuch rund um diese Veranstaltung bedeutsam: Das Turnier gehört zu den wiederkehrenden Ereignissen des Ortes, während die Radrouten unabhängig davon eine weitere Perspektive eröffnen.

Zu den örtlichen Traditionen gehört außerdem Stavění máje Ende April. Der Maibaum wird in einem Umzug durch das Dorf zur Sokolovna getragen und dort gemeinsam aufgestellt. Anschließend gehört ein Tanz in der Sokolovna zu dieser Tradition. Bei den Svatováclavské hody zieht ein Trachtenumzug ebenfalls zur Sokolovna; danach findet dort ein Tanzfest statt. Die beiden Anlässe zeigen unterschiedliche Seiten des Gemeindelebens: Stavění máje ist mit dem Frühling verbunden, die Svatováclavské hody mit einem Trachtenumzug und einem anschließenden Fest.

Kirche, Stará škola und Štengar

Der Kostel svatého Mikuláše ist ein einschiffiger Bau im neuromanischen Stil. Er wurde 1910–1913 an der Stelle einer ursprünglichen mittelalterlichen Kirche errichtet. Das Gebäude steht damit für eine konkrete Bauphase der Ortsgeschichte und zugleich für die Kontinuität des Kirchenstandorts. Die Kirche wird täglich genutzt; an den Sonntagsgottesdiensten nehmen mehrere hundert Gemeindemitglieder teil.

Eine andere Form des kulturellen Erlebens bietet „Jaro na staré škole“. Dieser traditionelle Frühlingsnachmittag findet in der Stará škola in Šitbořice statt und verbindet kreative Aktivitäten, Begegnungen und eine österliche Atmosphäre. Wer bei einer Reise nicht nur Sehenswürdigkeiten besichtigen, sondern auch wiederkehrende örtliche Bräuche kennenlernen möchte, findet hier einen eigenen Veranstaltungscharakter.

Zum lokalen Profil gehört außerdem Štengar, ein schwefelwasserstoffhaltiges Mineralwasser in Šitbořice. Es weist eine Sulfankonzentration von 5,50–9,50 mg/l H2S auf. Im renovierten Gesellschaftshaus Orlovna wurden Heilbäder eingerichtet. Diese Fakten ergänzen die historischen und festlichen Themen um eine Besonderheit des Ortes, ohne dass dafür ein bestimmter Reiseablauf vorausgesetzt werden muss.

Anreise und Wahl des Aufenthaltsorts

Von Brünn aus erreichen Sie Šitbořice über die Straße II/380 in Richtung Hodonín. Etwa 25 km von Brünn entfernt biegen Sie nach der Gemeinde Těšany rechts ab. Für die Suche nach einer Unterkunft ist Šitbořice damit vor allem dann ein interessantes Ziel, wenn Sie die Besonderheiten des Ortes selbst verbinden möchten: Hradisko und die Kirche stehen für Geschichte, die Radrouten für aktive Ausflüge, und Radball sowie die Dorffeste für regelmäßig wiederkehrende Ereignisse. Je nach Reisezeitpunkt kann dadurch ein anderer Schwerpunkt entstehen.

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