Perná
Perná liegt am Fuß der Pavlovské vrchy zwischen Kalksteinfelsen und Weinbergen. Die an den Ort angrenzenden Flächen gehören zum Landschaftsschutzgebiet Pálava. Damit verbindet Perná eine markante Landschaft mit einer ungewöhnlich dichten Geschichte: Rund um den Ort treffen geschützte Natur, Weinbau, sakrale Bauwerke, Dorfdenkmäler und die romantischen Ruinen der Burg Sirotčí hrad aufeinander. Für Sie lässt sich Perná dadurch aus verschiedenen Blickwinkeln entdecken: über die Landschaft, den Weinbau und die überlieferten Zeugnisse der Ortsgeschichte.
Landschaft und Wege rund um Perná
Der westliche Teil des Katastralgebiets von Perná ist mit Weinbergen sowie Aprikosen- und Pfirsichgärten bepflanzt. Dieses Nebeneinander macht den Landschaftscharakter des Ortes konkret: Weinbauflächen stehen neben Obstgärten, während sich am Fuß der Pavlovské vrchy Kalksteinfelsen erheben. In den an Perná angrenzenden Teilen der Landschaft Pálava gibt es ein dichtes Netz markierter Wanderwege, an vielen Stellen ergänzt durch Tafeln von Lehrpfaden. Wer bei einem Aufenthalt unterschiedliche Formen des Unterwegsseins verbinden möchte, findet hier daher sowohl landschaftliche Orientierung als auch Erläuterungen entlang der Wege.
Auch die Natur ist ein eigenständiger Grund, die Umgebung genauer zu erkunden. In den an Perná angrenzenden Teilen der Landschaft Pálava kommen zahlreiche geschützte Pflanzen- und Tierarten vor. Oberhalb von Perná erheben sich die romantischen Ruinen der Burg Sirotčí hrad. Zusammen mit den markierten Wegen bilden sie einen charakteristischen Kontrast zwischen offenem Wein- und Obstland, Kalksteinfelsen und historischer Ruinenlandschaft.
Kirche, Kapellen und Dorfdenkmäler
Im Ortskern steht die Pfarrkirche des heiligen Nikolaus, die zwischen 1510 und 1583 an der Stelle einer früheren Kapelle erbaut wurde. Ihr vierseitiger Turm ist 42,5 Meter hoch. Ergänzt wird er durch einen niedrigeren turmartigen Rundbau aus dem Jahr 1767. Im Inneren ist ein historisches steinernes Taufbecken aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten. Diese Details machen die Kirche zu einem besonders anschaulichen Zeugnis der langen Ortsgeschichte.
Nordwestlich von Perná befindet sich die Kapelle des heiligen Antonius von Padua, die 1652 erbaut wurde. Mit ihr waren berühmte, stark besuchte Wallfahrten verbunden; 1786 wurde die Wallfahrt durch einen kaiserlichen Erlass aufgehoben. Im Dorf selbst gehören außerdem die Dreifaltigkeitsgruppe auf dem Dorfplatz aus dem Jahr 1865 und der neuerempirische Brunnen von 1902 zum historischen Bild. Der Brunnen diente als Tränke für Pferde und verweist damit auf eine frühere Funktion des Dorfplatzes.
Weinbau und örtliche Tradition
Der Weinbau in Perná reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Eine besondere Verbindung von Ortsgeschichte und Weinbau entstand 1946 mit der Gründung einer weinbaulichen Züchtungsstation. 1979 gelang dort als erster bedeutender Erfolg auf gesamtstaatlicher Ebene die Züchtung der Rebsorte „Pálava“. Für die Einordnung des Ortes ist diese Geschichte wichtig: Pálava bezeichnet hier nicht nur die angrenzende geschützte Landschaft, sondern auch eine Rebsorte, deren Entstehung mit Perná verbunden ist.
Zum überlieferten Veranstaltungsbild des Ortes gehören die traditionellen, kostümierten Bartolomějské hody.
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