Tatobity – Natur und Kultur am Kozákov
Unterkünfte in Tatobity
Tatobity verbindet eine markante Landschaft mit überraschend dichter Ortsgeschichte. Die Gemeinde liegt am Fuß des Kozákov, der mit 744 Metern der höchste Berg des Český ráj ist. Zugleich liegt Tatobity in der Nähe des Landschaftsschutzgebiets Český ráj und im Geopark Český ráj, der in die UNESCO-Liste eingetragen ist. Für Sie ergibt sich damit ein Reiseziel, in dem Naturraum und regionale Kultur eng nebeneinanderstehen. Der Landschaftsschutz und der Geopark geben dem Ort einen größeren Rahmen, während Kozákov und die Berge der Umgebung die Landschaft unmittelbar bestimmen.
Die tausendjährige Linde von Tatobity
Ein besonders eindrucksvolles Wahrzeichen ist die Tatobitská tisíciletá lípa. Ihr geschätztes Alter liegt zwischen 600 und 1.000 Jahren. Die knorrige Linde besitzt einen hohlen Innenraum, in den mehr als zehn Menschen passen. Auch ihre Auszeichnungen machen sie zu einem bemerkenswerten Ziel: 2015 gewann sie die tschechische Wahl zum Baum des Jahres. Bei der europäischen Wahl zum schönsten Baum Europas belegte sie mit mehr als 43.000 Stimmen den zweiten Platz.
Rund um Tatobity liegen die Berge Tábor, Střelečská hůra, Přivýšina und Strážník. Sie ergänzen den Kozákov um weitere Berge im Umfeld des Ortes. Der Kozákov ist mit 744 Metern der höchste Berg des Český ráj; die vier Berge erweitern die Landschaft rund um Tatobity. Die Berglandschaft trifft hier auf ein einzelnes Naturdenkmal. Die Linde setzt zwischen den Bergen einen eigenen Naturakzent.
Historische Spuren im Ort und in der Umgebung
Zu den örtlichen Zeugnissen gehört die Kirche St. Laurentius. Sie wurde ab 1714 neu errichtet und 1753 fertiggestellt; zuvor befand sich an dieser Stelle seit 1602 eine überwiegend hölzerne Kapelle. Der Kirchenstandort verbindet damit eine frühe Kapelle mit dem späteren Bau. Auch das Pfarrhaus gehört zur Geschichte von Tatobity und wurde 1884 errichtet. Im oberen Teil des Ortes steht außerdem die Marienstatue Matička. Sie stammt vom örtlichen Bildhauer Zeman; für ihre Entstehung kommen 1820 und 1867 infrage. Die zeitliche Spannweite reicht dabei von der Kapelle aus dem Jahr 1602 bis zu den beiden möglichen Jahreszahlen der Statue.
Ein weiterer kulturgeschichtlicher Bezug führt zum Bildstock in Tatobity aus dem Jahr 1776. Er inspirierte Jan Neruda zum Verfassen der „Balada horská“. Die Verbindung von Bildstock und Ballade gibt dem Ort neben seinen Kirchen einen literarischen Bezug. In der Umgebung von Tatobity liegt zudem Valdštejn, eine Kirche.
Tradition und konkrete Orientierung
Zur örtlichen Tradition gehört die Mitternachtsmesse zu Weihnachten in Tatobity. Sie wird von Einwohnern der Gemeinde und der umliegenden Gegend unter der Leitung von Jaroslav Šťastný vorbereitet. Für die Orientierung vor Ort ist außerdem der Steinbruch Tatobity relevant, ein Ignimbrit-Steinbruch. Für die Anfahrt mit dem Auto zum Steinbruch bestehen keine Verkehrsbeschränkungen.
Die Mitternachtsmesse zu Weihnachten und der Ignimbrit-Steinbruch setzen andere Akzente als die Kirchen, der Bildstock und die Berge. Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie außerdem Jilemnice, Benecko, Morcinov, Dolni Stepanice, Hochstadt An Der Iser, Benešov U Semil, Syřenov und Studenec entdecken.
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