Vlčice entdecken: Schloss, Park und Landschaft
Unterkünfte in Vlčice
Vlčice vereint historische Bauwerke, einen englischen Schlosspark, naturnahe Schilfgebiete und Radwege. So lässt sich die Ortsgeschichte ebenso in den Blick nehmen wie die Landschaft und ihre Tierwelt.
Landschaft, Schlosspark und Natur
Die drei Katastralgebiete von Vlčice umfassen zusammen 1.865 Hektar. Der nordöstliche Teil gehört zur sanft gewellten Vidnava-Tiefebene, während das übrige Gebiet das Vorland der Rychlebské hory bildet. Damit treffen im Gemeindegebiet zwei unterschiedliche Landschaftscharaktere aufeinander.
Der Englische Park am Schloss wurde 1844–1845 von František Schaffgotsch angelegt. Der erhaltene Schlosspark ist kleiner als seine ursprüngliche Fläche von mehr als 40 Hektar und weist weiterhin viele interessante alte Bäume auf. Im Park vor dem Schloss ist außerdem ein Teich teilweise erhalten. Zusammen mit dem Wassergraben gehörte er zum Verteidigungssystem der früheren Wasserburg. Park und Wasserreste geben der Geschichte des Ortes eine landschaftliche Dimension.
Im Dolní les im Katastergebiet von Vlčice liegen ausgedehnte Schilfbestände. Dort brüten regelmäßig Rohrweihen; auch Höckerschwäne brüteten in den letzten Jahren. Teichrohrsänger, Rohrammern und Feldschwirle kommen in Verbindung mit Schilf- und Rohrkolbenbeständen vor. Für Naturinteressierte sind die unterschiedlichen Angaben zu den Vogelarten ein hilfreicher Hinweis: Bei Rohrweihen und Höckerschwänen ist der Brutstatus beschrieben, bei den übrigen Arten ihr Vorkommen in diesem Lebensraum.
Kirche, Schloss und Ortsgeschichte
Vlčice zählt zu den ältesten Gemeinden im Raum Jeseník. Als Beleg dafür gilt eine Urkunde aus dem Jahr 1248. Auch die Baugeschichte reicht weit zurück: Das Schloss Vlčice ist ein ehemaliger Herrensitz aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und steht an der Stelle einer früheren gotischen Wasserburg. 1829 erhielt es einen bedeutenden Umbau im Empirestil.
Die Pfarrkirche St. Bartholomäus ist ein Beispiel barocker Architektur aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Zwischen 1732 und 1742 wurde sie im Barockstil umgebaut. Eine weitere historische Spur ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk, die aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt. Zusammen zeigen die Bauwerke und das Schlossumfeld verschiedene Phasen der Ortsgeschichte, vom mittelalterlichen Vorgängerbau bis zu späteren architektonischen Veränderungen.
Radwege, Badeplatz und örtliche Traditionen
Ein ausgeschilderter lokaler Radweg führt durch Vlčice. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort, wenn Sie ihn für Ihre Planung nutzen möchten. Der Lehrpfad entlang der Radroute 6044 führt über Bílá Voda, Růženec, Letiště, Javorník, Račí údolí, Uhelná, Vlčice und Hraničky. Die genannten Orte geben eine konkrete Orientierung zum Verlauf dieses Lehrpfads.
Im Ortsteil Dolní Les dient der Dolnoleský rybník als natürliches Freibad. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob der Zugang aktuell möglich ist.
Zu den örtlichen Ereignissen gehören auch klar datierte Beispiele der jüngeren Vergangenheit: Am 23. August 2025 fand in Vlčice die traditionelle Bartolomäus-Wallfahrt statt; am folgenden Sonntag wurde in der örtlichen Kirche eine Bartolomäus-Wallfahrtsmesse gefeiert. Beim traditionellen Den Jablek gab es am 22. Oktober 2022 eine Ausstellung aussichtsreicher Apfelsorten und einen Wettbewerb um den Apfel des Jahres.
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