Zlate Hory: Gold, Bergbau und Entdeckungen in Tschechien

Zlate Hory verbindet die Geschichte des Goldabbaus mit anschaulichen Museen und einem Lehrpfad durch die Spuren früherer Bergbautätigkeit. Wenn Sie für Ihre Reise nach Tschechien Kultur und Bewegung verbinden möchten, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Zugänge: ein Freilichtmuseum am Fluss, historische Sammlungen in der Stadt und einen Rundweg mit 15 Lehrstationen.

Goldbergbau am Fluss Olešnice

Das Freilichtmuseum Zlatorudné mlýny liegt am Fluss Olešnice bei der Gemeinde Zlaté Hory im Údolí ztracených štol. Es ist als mittelalterliches Bergbaumuseum unter freiem Himmel gestaltet. Mit bereitgestellten Goldwaschpfannen können Sie dort selbst Goldwaschen ausprobieren. Besonders anschaulich sind die voll funktionsfähigen Repliken von Goldmühlen mit Wasserkraft aus dem 14. Jahrhundert. Zu ihnen gehört auch ein Pochwerk, das zum Zerkleinern von Golderz diente.

Damit wird Bergbaugeschichte nicht nur über Texte oder Vitrinen vermittelt. Die Mühlen zeigen eine konkrete technische Seite der Goldgewinnung, während das Goldwaschen eine eigene praktische Beschäftigung bietet. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie deshalb überlegen, ob Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise auf solche historischen Erlebnisse, auf Museumsbesuche oder auf das Wandern legen möchten.

Stadtgeschichte und Bergbau im Museum

Das Městské muzeum Zlaté Hory ist in der Stará pošta untergebracht. Das Gebäude gilt als schönstes Bauwerk der städtischen Denkmalzone von Zlaté Hory und wurde 1698 als erstes Postamt im damaligen Schlesien errichtet. Schon das Haus selbst verbindet damit Stadtgeschichte und historische Architektur.

Im Museum erfahren Sie mehr über die lokale Gold- und Erzgewinnung. Zu den Ausstellungen gehören eine umfangreiche Mineraliensammlung sowie Modelle mittelalterlicher und neuerer Bergwerksstollen. Die Poštovní štola wurde 1994 zum Kulturdenkmal erklärt; für ihre Besichtigung ist eine Voranmeldung erforderlich. Auch Edelštejn in Zlaté Hory ist als bedeutende archäologische Lokalität eingestuft.

Wandern auf dem Bergbaulehrpfad

Die Zlatohorská hornická naučná stezka ist ein 16 Kilometer langer Rundweg, der in Zlaté Hory beginnt und endet. Mit ihren 15 Lehrstationen verbindet sie Bewegung mit Informationen zur regionalen Bergbaugeschichte. Unterwegs sind Mulden und Steinhaufen zu sehen. Sie entstanden durch eingestürzte Stollen sowie durch Menschen, die Material aus goldhaltigen Bächen wuschen.

Der Rundweg bietet damit eine andere Perspektive auf Zlaté Hory als Museum und Freilichtanlage: Die Spuren der Arbeit liegen in der Landschaft selbst. Die angegebene Länge hilft Ihnen, diesen Ausflug mit kürzeren Besichtigungen oder einem stärker wanderorientierten Reisetag zu vergleichen.

Orientierung vor Ort

Das städtische Touristeninformationszentrum Zlaté Hory verkauft Briefmarken, Souvenirs, Ansichtskarten, Karten und regionale Produkte. Wenn Sie neben Zlate Hory weitere Reiseziele vergleichen möchten, können Sie auch Česká Ves, Bělá Pod Pradědem, Horni Lipova, Mikulovice U Jeseníku, Kobylá Nad Vidnavkou, Bílá Voda, Písečná und Bobrovník in Ihre Recherche einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jeseník.

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