Kosoř zwischen Naturdenkmal und Kulturgeschichte

Kosoř liegt im Landschaftsschutzgebiet Český kras und verbindet geschützte Landschaft mit markanten Zeugnissen der Ortsgeschichte. Für Sie bedeutet das eine Destination, in der naturkundliche Themen und Kulturdenkmäler nebeneinanderstehen: Das nationale Naturdenkmal Černé rokle, die Schutzgebiete rund um Radotín und die Kapelle Svaté Anny geben dem Ort unterschiedliche Schwerpunkte.

Wenn Sie mit Kindern reisen, können Sie den Aufenthalt nach Interesse gestalten. Geologie, Fossilien, Pflanzen und Insekten eröffnen einen anderen Zugang als die Geschichte von Kapellen, Glocken und Denkmälern. Auch für Erwachsene, die einen Ort nicht nur über seine Landschaft kennenlernen möchten, bietet Kosoř konkrete Anknüpfungspunkte für die weitere Reiseplanung.

Černé rokle und die Schutzgebiete rund um Kosoř

Das nationale Naturdenkmal Černé rokle liegt zwischen Kosoř und Radotín und umfasst Flächen im Katastergebiet von Kosoř. Seine internationale geologische und paläontologische Bedeutung hängt mit einem Stratotyp-Profil für die Grenze zwischen den Stufen Lochkovium und Pragium zusammen. Ein Stratotyp-Profil dient dabei als geologische Referenz für eine solche Grenze.

Zum Naturdenkmal gehören Felssteppen, Steppengrasland und aufgelassene Steinbrüche. Dort finden sich eine bemerkenswerte Flora, Bryoflora und Mykoflora sowie eine artenreiche Insektenfauna. In der näheren Umgebung von Kosoř liegt außerdem das Naturschutzgebiet PR Klapice, ein steiler, bewaldeter Sporn mit mehreren aufgelassenen Steinbruchwänden. Der bewaldete Sporn setzt dabei einen eigenen Landschaftsakzent neben den Felssteppen und aufgelassenen Steinbrüchen von Černé rokle.

Das Naturschutzgebiet PR Radotínské údolí reicht im Süden bis nach Kosoř und umfasst ebenfalls Flächen im Katastergebiet von Kosoř. Es weist eine international bedeutende Geologie und mehrere klassische Fundstellen von Fossilien auf. Damit spricht die Landschaft besonders Reisende an, die geologische Formen, Naturdenkmäler und die Geschichte des Gesteins als eigene Reiseinhalte wahrnehmen möchten.

Kapelle, Glocken und Ortsgeschichte

Die Kapelle Svaté Anny in Kosoř ist ein unbewegliches Kulturdenkmal, das 1722 an ein modernisiertes Schlösschen angebaut wurde. In der Kapelle befinden sich zwei Glocken aus dem Jahr 1723, eine größere und eine kleinere. Zusammen mit der Kapelle selbst bilden sie einen klaren historischen Schwerpunkt innerhalb des Ortes.

Eine im Oktober 1895 in Kosoř errichtete Statue des heiligen Johannes Nepomuk ist als nationales Kulturdenkmal eingetragen. Kosoř ist in schriftlichen historischen Quellen indirekt erstmals um 1310 belegt; der Ortsname erscheint im Beinamen des Adeligen Valter von Kosoř, Walterus, miles de Cossor.

Lehrpfad mit Aussicht auf Černá rokle

Der Lehrpfad Kosoř–Černá rokle endet in Kosoř in der Dolejší ulice an einem Aussichtspunkt mit Blick auf Černá rokle. Für die Ausflugsplanung bietet das Ende des Lehrpfads einen klaren Bezugspunkt: Der Blick auf Černá rokle steht dort im Mittelpunkt. Weitere Ziele in der Auswahl sind Dolní Břežany, Jíloviště, Řitka, Chýně, Úhonice, Statenice, Revnice und Březová-Oleško.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Západ.

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