Hukvaldy

Hukvaldy verbindet eine markante Burgruine, ein weitläufiges Wildgehege und die Musikgeschichte Leoš Janáčeks zu einem Ziel mit ungewöhnlich vielen Entdeckungsmöglichkeiten. Sie können hier kurze Rundwege, längere thematische Routen, Naturbeobachtungen und kulturelle Besuche miteinander verbinden. Für die Wahl einer Unterkunft ist dabei interessant, ob Sie vor allem die Wege durch das Wildgehege, die Burg und Janáčeks Wirkungsstätten erleben möchten oder auch Ziele in der Umgebung mit dem Fahrrad erreichen wollen.

Naturraum rund um die Burgruine

Das Wildgehege Hukvaldy liegt rund um die Burgruine Hukvaldy, umfasst 440 ha und ist auf einer Teilfläche von 220 ha als europäisches Schutzgebiet ausgewiesen. Im ganzjährig geöffneten Wildgehege können Sie Damhirsche und Mufflons beobachten. Eine besondere Verbindung von Natur und Literatur bildet die Bronzestatue der Füchsin Bystrouška. Sie wurde im Juni 1959 zur Erinnerung an die Uraufführung von Janáčeks Oper „Příhody lišky Bystroušky“ („Das schlaue Füchslein“) aufgestellt.

Der Hradní vrch Hukvaldy wurde 1999 als Naturdenkmal ausgewiesen. Das 77 ha große Schutzgebiet bewahrt Buchenbestände und die landschaftliche Gestaltung des historischen Wildgeheges. Wer die Umgebung zunächst in kompakter Form kennenlernen möchte, findet mit dem Lehrpfad Hradní vrch einen 2 km langen Rundweg. Er beginnt am Platz in Hukvaldy, führt durch das Tor des Wildgeheges zur Burgruine und anschließend zurück.

Janáček, Burg und Kultur

Die Burg Hukvaldy dient als Zentrum des kulturellen Lebens. Ihr Gelände und das angrenzende Wildgehege sind jedes Jahr Veranstaltungsort des internationalen Musikfestivals Janáčeks Hukvaldy. Die Burg ist von April bis Oktober für die Öffentlichkeit geöffnet. Einen persönlichen Einblick in den Komponisten vermittelt die Gedenkstätte Leoš Janáček: Dort sind Empfangsraum, Schlafzimmer und Küche in dem Zustand erhalten, wie sie zu Janáčeks Lebzeiten waren.

Auch die Kirche des heiligen Maximilian in Hukvaldy kann besucht werden. Leoš Janáček spielte dort Orgel. Eine weitere thematische Station ist der Hukvaldský Stonehenge, ein Rastplatz an einem Wehr mit symbolisch angeordneten Steinen, die mit dem Schaffen von Leoš Janáček verbunden sind. Zu diesem Ort gehört außerdem das akustische interaktive Element Dendrafon. Im Hostinec U Štamgastů können Sie lokales Hukvaldy-Hefebier verkosten.

Routen für unterschiedliche Ausflugsideen

Für eine längere Strecke mit Informationsschwerpunkt steht der pädagogische Rundweg „Leoš Janáček očima dětí“ zur Verfügung. Er ist 8,3 km lang und verfügt über 13 Informationstafeln zu Leoš Janáček, Hukvaldy und Dolní Sklenov. Der größte Teil des Lehrpfads kann mit dem Fahrrad oder mit einem Sportkinderwagen zurückgelegt werden. Damit unterscheidet sich diese Route deutlich vom kürzeren Rundweg Hradní vrch und setzt einen anderen Schwerpunkt auf die Orts- und Musikgeschichte.

Die Route „Okolo Hukvald“ beginnt und endet am Geburtshaus von Leoš Janáček und ist 8,6 km lang. Für Radfahrende bietet sich außerdem die 9,5 km lange Radrunde 6001 „Hukvaldy–Kopřivnice–Příbor“ an. Sie ist für Trekkingräder und Mountainbikes geeignet und erschließt den Stausee Větřkovice aus Richtung Hukvaldy und Příbor.

Weitere Entdeckungen in Hukvaldy

Tropic Hukvaldy umfasst einen asiatischen Garten, tropische Gewächshäuser mit exotischen Pflanzen und Tieren sowie eine saisonale Ausstellung lebender Schmetterlinge. Eine direkte Busverbindung aus Ostrava fährt die Haltestelle „Hukvaldy, hotel“ an. Weitere Ziele, die Sie auf dem Portal entdecken können, sind Navsi, Řeka, Kunčice pod Ondřejníkem, Horní Domaslavice, Ropice, Komorní Lhotka, Bílá und Vendryně.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Frýdek-Místek.

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