Kunčice pod Ondřejníkem
Kunčice pod Ondřejníkem verbindet eindrucksvolle Holzarchitektur, geschützte Natur und Wandererlebnisse mit einer Eisenbahnverbindung, die seit dem 19. Jahrhundert zur Entwicklung des Ortes beiträgt. Für Sie kann der Ort besonders interessant sein, wenn Kultur und Landschaft gleichberechtigt zu einem Aufenthalt gehören sollen.
Holzkirche und Denkmäler
Als bedeutendstes Wahrzeichen von Kunčice pod Ondřejníkem gilt die hölzerne Kirche „Dřevěný kostel sv. Prokopa a sv. Barbory“, die auch „Ruský kostelík“ heißt. Sie ist ein geschütztes Kulturdenkmal und besitzt eine reich geschnitzte Ikonostase. Die Ikonen sind darin auf fünf Ebenen angeordnet – ein Detail, das den Innenraum deutlich von einer gewöhnlichen Dorfkirche unterscheidet.
Zur örtlichen Denkmallandschaft gehört außerdem das steinerne Kreuz vor der Kirche „Kostel sv. Máří Magdalény“. Es ist als geschütztes Denkmal eingetragen und trägt die tschechische Denkmalregisternummer 45703/8-679. Wer bei einer Reise nicht nur große Sehenswürdigkeiten, sondern auch kleinere Zeugnisse regionaler Geschichte beachten möchte, findet hier mehrere konkrete Anlaufpunkte.
Galerie und Naturraum
Die Galerie Karla Svolinského beherbergt Kunstwerke und Schenkungen von mehr als 246 tschechischen und internationalen Künstlern. Vor der Galerie ergänzen Außeninstallationen das kulturelle Angebot; sie sind ganzjährig öffentlich zugänglich. Dadurch lässt sich der Galeriebesuch mit einer Betrachtung der Kunst im Freien verbinden, ohne sich auf einen einzelnen Innenraum zu beschränken.
Ein anderer Akzent liegt im Naturschutzgebiet Les Na Rozdílné im Katastergebiet von Kunčice pod Ondřejníkem. Sein Schutzzweck ist ein regional bedeutsames, naturnahes Mischwaldökosystem mit einem Genpool autochthoner Gehölze und einem Lebensraum für gefährdete Tierarten. Die Bezeichnung macht deutlich, dass hier nicht nur eine beliebige Waldfläche, sondern ein ausdrücklich geschützter Naturraum im Mittelpunkt steht.
Wandern, Bahn und Ondřejník
Die Eisenbahnverbindung in Kunčice pod Ondřejníkem wurde 1888 in Betrieb genommen. Der Bahnanschluss an die Berge trug zur Entwicklung des Tourismus und der Erholung im Ort bei. Für die Reiseplanung ist außerdem eine konkrete Wanderverbindung dokumentiert: Der Skalka-Weg ist von Kunčice pod Ondřejníkem aus mit dem Zug und anschließend zu Fuß über die blau markierte Wanderroute bis zur Wegkreuzung Pod Skalkou erreichbar.
Ein Beispiel für die örtliche Wanderszene war der Kunčický-Marsch „Po stopách partyzánů“, der 2025 als traditionelle Veranstaltung in seiner 24. Auflage durchgeführt wurde. Angeboten wurden Strecken über 7 und 15 Kilometer. Der Start lag am Bahnhof Kunčice pod Ondřejníkem, das Ziel an der Hütte des Turistický spolek bei Žabák. Die beiden Streckenlängen sprechen unterschiedliche Vorstellungen von einem Wandertag an, ohne dass die Veranstaltung dadurch zu einem dauerhaften Angebot erklärt werden darf.
Auch der Berg Ondřejník gehört zum Profil des Ortes: Er ist ein beliebter Standort für Paragliding. Damit reicht das Spektrum von Kulturdenkmälern und Galerie bis zu Wanderungen und einem Bergstandort für den Flugsport.
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