Malé Svatoňovice – Museum, Wallfahrtskirche und Aussichtsturm

Kultur, Wallfahrt und Bergbaugeschichte

Malé Svatoňovice verbindet auf engem thematischem Raum Literatur, sakrale Bauwerke, historische Spuren und Wege in die Landschaft. Wer für einen Aufenthalt unterschiedliche Interessen verbinden möchte, findet hier sowohl konkrete Kulturziele als auch Wander- und Raderlebnisse. Das Museum der Brüder Čapek wurde 1946 gegründet und setzt einen markanten literarischen Schwerpunkt des Ortes.

Zur religiösen und architektonischen Geschichte gehört die Wallfahrtskirche der Sieben Freuden der Jungfrau Maria. Der Barockbau stammt aus dem Jahr 1734 und wurde 1830 bis 1831 umgebaut. Im Waldpark Mariánský sad führt ein Kreuzweg an sieben gemauerten Kapellen der Sieben Freuden der Jungfrau Maria vorbei. Eine weitere Station ist die Kapelle Boží hrob, die zwischen 1902 und 1905 erbaut und am 8. April 1906 geweiht wurde. Damit lässt sich ein kultureller Ortsrundgang um verschiedene Epochen und Formen religiöser Baukunst ergänzen.

Auch die Geschichte des ehemaligen Kurbetriebs und des Bergbaus ist im Ortsbild vertreten. Der ehemalige Kurpark, der vom Karel-Čapek-Platz aus zugänglich ist, entstand 1830 und verfügt über einen Musikpavillon sowie ein Zuschauerpodium. Das Portal der Kateřina-Strecke ist der Eingang eines ehemaligen Erbstollens aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieser wurde als Wasserquelle für das Kurbad genutzt. Beide Orte bewahren damit historische Funktionen, die nicht mit einem heutigen Kurbetrieb gleichgesetzt werden sollten.

Wandern und Radfahren mit klaren Wegzielen

Für eine aktive Tagestour bietet sich der Aussichtsturm Žaltman als eindeutig beschriebenes Ziel an. Der Turm ist 25 Meter hoch und besitzt 122 Stufen. Von Malé Svatoňovice aus führt ein blau und anschließend grün markierter Wanderweg dorthin. Die Strecke ist ungefähr 4 Kilometer lang und weist einen deutlichen Höhenunterschied auf. Der Turm kann ganzjährig kostenlos und ohne feste Öffnungszeiten besucht werden.

Auch Radfahrer finden mehrere konkret bezeichnete Möglichkeiten. Die Radroute 3 beginnt in Malé Svatoňovice und führt mit einem anspruchsvolleren Anstieg in Richtung des Aussichtsturms Na Markoušovickém hřebeni auf 708 Metern Höhe. Die Radroute 4 verläuft als Rundkurs über Havlovice, Rtyně v Podkrkonoší, Odolov, Jívka, Malé Svatoňovice und Úpice zurück nach Havlovice. Die beiden Routen stehen damit für unterschiedliche Streckenformen: eine Fahrt mit anspruchsvoller Steigung und eine Runde durch mehrere Orte.

Spuren des Bergbaus und örtliche Tradition

Im Gebiet von Malé Svatoňovice gibt es ein Denkmal des Steinkohlebergbaus, eine Geländedarstellung des Kohletransports auf einer Bremsbahn, ein Modell einer Kohleaufbereitungsanlage und sechs Informationstafeln an mit dem Steinkohleabbau verbundenen Orten. In der Gemeinde gibt es zahlreiche weitere Orte, die mit dem Steinkohleabbau verbunden sind. Der Abbau begann dort 1590 und endete 1990. Diese Zeitspanne macht die Bergbaugeschichte zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben Museum, Wallfahrtskirche und Landschaft.

Ein zusätzlicher Anlass für Wanderinteressierte ist der von KČT Malé Svatoňovice organisierte Wandermarsch Krvavej Čepelka. Im Jahr 2026 erreichte er seine 50. Ausgabe und bot Strecken über 5, 10 und 20 Kilometer an. Für die weitere Ortsorientierung stehen außerdem Rtyne V Podkrkonosi, Libňatov, Rudník, Jivka, Slemeno, Trotina, Hertvikovice und Horní Marsov zur Verfügung.

Ein Ort mit mehreren Reiseprofilen

Malé Svatoňovice eignet sich als Ausgangspunkt für eine Reiseplanung, die Kulturgeschichte, religiöse Architektur, historische Bergbauspuren, Wandern und Radfahren nebeneinanderstellt. Die konkreten Weglängen, Markierungen und Streckenverläufe helfen dabei, zwischen einem Ortsprogramm, einer Wanderung zum Žaltman und einer längeren Radrunde zu wählen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Trutnov.

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