Jívka – Bergbaugeschichte und Kulturlandschaft

Jívka zwischen Bergbaugeschichte und Kulturlandschaft

Jívka verbindet die Spuren des früheren Kupferbergbaus mit dörflicher Baukultur und bemerkenswerten Lebensräumen. Wenn Sie für Ihre Reise nach Tschechien unterschiedliche Erlebnisse verbinden möchten, reicht das Spektrum hier von einem unterirdischen Bergwerk über eine artenreiche Abraumhalde bis zu geschützten historischen Bauensembles. Auch kleinere Denkmale erzählen von der Geschichte des Ortes und seiner Umgebung.

Bergbau unter Tage und Fledermausquartier

Der Měděný důl Bohumír wurde 2015 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Besucher können durch das unterirdische Bergwerk gehen, in dem einst Bergleute arbeiteten, und ein authentisches technisches Denkmal erleben. Im Inneren sind originale Bergbautechnik, Grubenwagen, Arbeitsgeräte, authentische Gebäude, Maschinenanlagen und erhaltene Details des örtlichen Bergbaus zu sehen. So wird die frühere Arbeit im Bergwerk nicht nur über einzelne Exponate, sondern auch über die erhaltene technische Umgebung verständlich. Zugleich dient der Měděný důl Bohumír geschützten Fledermäusen als Überwinterungsquartier und als sommerlicher Zufluchtsort.

Abraumhalde, Orchideen und Wanderweg

Die Abraumhalde von Jívka ist die ehemalige Absetzanlage des Kupferbergwerks und der Kupfererzaufbereitung Bohumír. Sie bildet ein Mosaik aus trockenen, extrem nährstoffarmen und feuchten Lebensräumen, in dem mehrere Orchideenarten vorkommen. Für die Orientierung auf diesem Teil der Landschaft ist die konkrete Wegführung dokumentiert: Am besten erreichen Sie die Abraumhalde über den rot markierten Wanderweg von Horní Vernéřovice in Richtung Malé Svatoňovice. Als möglicher Ausgangspunkt kommt die Bushaltestelle Jívka, odbočka SKJ infrage.

Dorfdenkmalzone und sakrale Kunst

In Jívka liegt die dörfliche Denkmalzone Dolní Vernéřovice. Ihr Ortsbild ist durch locker verteilte Massiv- und Blockhausbebauung im Stil des podkrkonošischen und schlesischen Hauses geprägt; seit dem 1. Januar 2005 steht die Denkmalzone unter Schutz. Die Kirche sv. Maří Magdalény ist eine Filialkirche und war früher eine Pfarrkirche. In Jívka befindet sich außerdem eine Gruppe von drei Grenzsteinen aus der Renaissance und dem Barock, die die historische Kennzeichnung der Grenze zwischen zwei Herrschaften dokumentiert. Die Säule mit der Pietà-Gruppe (Sloup se sousoším Piety) gilt als wertvolles Beispiel regionaler Bildhauer- und Steinmetzkunst vom Ende des 17. Jahrhunderts. Die Kapelle sv. Antonína Paduánského ist eine ausgerichtete ländliche Kapelle aus dem Jahr 1752 mit polygonalem Abschluss, Vorhalle und kleinem Dachreiter und gilt als Beispiel volkstümlicher sakraler Architektur.

Unterkunft nach dem gewünschten Schwerpunkt wählen

Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie überlegen, ob für Sie die Bergbaugeschichte, die Landschaft oder die dörfliche Kultur im Mittelpunkt stehen soll. Jívka bietet dafür mehrere klar unterscheidbare Themen, die sich bei der weiteren Reiseplanung miteinander verbinden lassen.

Für Ihre weitere Recherche können Sie auch Svoboda Nad Upou, Malá Úpa, Lampertice, Třebihošť, Temny Dul, Dolni Lanov, Dolní Lyseciny und Dubenec entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Trutnov.

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