Lampertice – Bergbau, Kirchen und Wege
Lampertice ist ein Ort für Reisende, die eine Gegend über Landschaft, Wege, Bergbaugeschichte und sakrale Details kennenlernen möchten. Der Ort liegt unter bewaldeten Hügeln nahe der polnischen Grenze. Dadurch entsteht ein klarer landschaftlicher Rahmen für eine Reise, in der Natur und Ortsgeschichte nebeneinanderstehen. Besonders interessant sind die unterschiedlichen Formen, in denen sich Lampertice entdecken lässt: auf einem grün markierten Weg, an ehemaligen Bergbauanlagen, bei einer Kirche und an markanten Sandsteinkreuzen.
Landschaft und Weg durch Lampertice
Der grün markierte Wanderweg Bernartice–Lampertice–Žacléř verläuft durch Lampertice. Er verbindet Lampertice mit Bernartice und Žacléř. Die bewaldeten Hügel und die Nähe zur polnischen Grenze geben Lampertice zugleich einen deutlich ländlichen Landschaftsbezug. Der Weg ergänzt die Kultur- und Bergbauthemen um eine landschaftliche Perspektive.
Bergbaugeschichte und Einblicke in die Schächte
Im Katastergebiet Lampertice vermittelt das Bergbaumuseum Žacléř in den Anlagen des ehemaligen Bergwerks Jan Šverma die Technik des untertägigen Steinkohlebergbaus. Zu den markanten Zeugnissen gehören außerdem die Betriebsgebäude der Schächte Jan und Julie in Lampertice, die Kulturdenkmäler sind.
Zum Bergbaumuseum Žacléř gehört auch die Möglichkeit, einen Teil des Schachts Julie, einen Bewetterungskanal und die Ausstattung des Ventilatorraums zu besichtigen. Der Besuch beschränkt sich damit nicht auf die äußere Betrachtung von Gebäuden, sondern umfasst mehrere konkrete Bestandteile der früheren Bergbauanlage. Vom 52 Meter hohen Förderturm des Schachts Jan ist bei geeigneten Wetterbedingungen ein Ausblick auf die Panoramen des Riesengebirges und der Vraní hory möglich. Der Wettervorbehalt gehört zu diesem Aussichtserlebnis ausdrücklich dazu.
Kirche, Kapelle und besondere Details
Die Kirche Nanebevstoupení Páně in Lampertice ist ein großer einschiffiger Bau auf rechteckigem Grundriss mit einem niedrigeren Apsisabschluss. Sie stammt aus dem Jahr 1840 und wurde 1906 bis 1911 umgebaut. Damit lässt sich an einem einzigen Bauwerk sowohl die ursprüngliche Entstehungszeit als auch eine spätere Veränderung ablesen. Für kulturinteressierte Reisende ist die Kirche deshalb mehr als ein einzelner Ortsname: Grundriss, Baukörper und Umbaugeschichte gehören zu den dokumentierten Merkmalen.
In der Kapelle Nanebevstoupení Páně befindet sich im hinteren Teil des Chorraums ein blindes Fenster mit einer eisernen Rosette. Das Farbglas ist blau, grün, gelb und violett; die Rosette stellt einen sechszackigen Stern dar. Dieses Detail ergänzt die größere Architektur um eine farbige und handwerkliche Einzelheit, die sich besonders von den übrigen steinernen Bau- und Denkmalelementen unterscheidet.
Sandsteinkreuze im Ortsbild
Auch zwei Sandsteinkreuze setzen eigene Akzente. Am Ortsende von Lampertice nahe der Abzweigung nach Žacléř steht ein Kleeblattkreuz aus Sandstein. Ein weiteres Sandsteinkreuz befindet sich nahe der Kirche an einer Straße. Auf seiner Vorderseite ist ein negatives Relief eines mittelalterlichen Schwertes zu sehen. Die beiden Kreuze sind damit durch ihr Material verbunden, unterscheiden sich aber in Form und Darstellung: Das eine ist als Kleeblattkreuz beschrieben, das andere trägt ein ungewöhnliches Schwertrelief.
Wenn Sie mit unterschiedlichen Interessen reisen, können Sie Lampertice entsprechend verschieden gewichten: Der Wanderweg spricht die Landschaftsperspektive an, das Bergbaumuseum und die Schachtanlagen stehen für Industriegeschichte, während Kirche, Kapelle und Kreuze die sakralen und handwerklichen Details des Ortes sichtbar machen. Weitere Ziele zur Orientierung finden Sie bei Dolní Olešnice, Velké Svatoňovice, Horni Brusnice, Starobucke Debrne, Svoboda Nad Upou, Čermná v Krkonoších, Markousovice und Kohoutov.
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