Vizovice: Schlosskultur und walachische Traditionen
Unterkünfte in Vizovice
Vizovice verbindet ein außergewöhnlich bedeutendes Schloss mit einer lebendigen walachischen Tradition und einer bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte der Destillation. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem Kultur, historische Gartenkunst, regionale Volkskultur und Einblicke in die Herstellung von Branntwein eng nebeneinanderstehen. Wenn Sie mit unterschiedlichen Interessen reisen, lassen sich hier repräsentative Innenräume, ein historischer Park, besondere Bauwerke und kulinarische Themen zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt verbinden.
Das Vizovice Chateau als kultureller Mittelpunkt
Das Vizovice Chateau gilt als bedeutendstes Kulturdenkmal in Vizovice. Das heutige Schloss wurde nach einem Entwurf des Architekten František Antonín Grimm (1710–1784) im damals modernen französischen Stil errichtet und hat diese Gestalt bis heute bewahrt. Besonders eindrucksvoll sind die reich ausgestatteten Innenräume im Stil des Barock, Rokoko, Empire und Biedermeier.
Die Sammlungen machen den Besuch auch für Reisende interessant, die nicht nur Architektur betrachten möchten. Zum Bestand gehören Porzellan, orientalische Gegenstände und Alltagsobjekte. Die wertvollste Sammlung ist eine umfangreiche Gemäldekollektion aus dem 16. bis 19. Jahrhundert mit einem bedeutenden Bestand niederländischer Malerei sowie Werken wichtiger tschechischer Künstler. So bietet das Schloss mehrere inhaltliche Zugänge: Sie können sich auf die Raumgestaltung konzentrieren, einzelne Sammlungsbereiche betrachten oder die Entwicklung der Malerei über mehrere Jahrhunderte verfolgen.
Schlosspark, Kirche und besondere Besuchsformate
Zum Schloss gehört ein Park mit zwei deutlich unterschiedlichen Charakteren. Der kompositorisch und axial symmetrische französische Garten führt über eine geschnittene Linden-Hainbuchen-Allee zu einem Aussichtspunkt. Ihm steht ein frei gestalteter englischer Parkteil mit Teich gegenüber. Dieser Wechsel zwischen geometrischer Ordnung und freierer Gestaltung verleiht dem Schlossensemble eine eigene Spannung und bietet bei einem Rundgang verschiedene Eindrücke.
Eine weitere prägende Ansicht der Stadt ist die Church of St Lawrence (Kostel sv. Vavřince). Die 1792 errichtete dreischiffige klassizistische Kirche besitzt einen halbrunden Chorschluss und einen vierseitigen Turm an der Fassade. Sie gehört zur städtischen Denkmalschutzzone. Den Innenraum können Sie im Rahmen der Aktion Otevřené brány des Bezirks Zlín bei kostenlosen kommentierten Führungen kennenlernen. Diese finden samstags, sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von Mai bis September statt, ausgenommen während Gottesdiensten.
Auch Janův hrad folgt einem besonderen Besuchsformat. Die Anlage ist heute für Fußwanderer zugänglich, die Einfahrt motorisierter Fahrzeuge ist verboten. Der Zugang zum Gebäude und zum Aussichtspunkt ist nur in Anwesenheit von Mitgliedern des Vereins Spolek Janův hrad Vizovice möglich, wenn dort Arbeiten stattfinden oder Kulturveranstaltungen abgehalten werden. Für Ihre Planung bedeutet das einen klaren Unterschied zwischen dem Erreichen der Anlage zu Fuß und dem möglichen Zugang zu ihren Innen- und Aussichtspunkten.
Baťova dráha zwischen Vizovice und Valašská Polanka
Die Baťova dráha ist ein geplanter, unvollendeter Eisenbahnabschnitt zwischen Vizovice und Valašská Polanka. Gegenwärtig lassen sich im Bereich von Vizovice bis Pozděchov Spuren und Überreste der Bautätigkeit finden. Die erste Etappe der Radwegverbindung ist von der Štěpská-Straße bis zur Katastergrenze zwischen Vizovice und Lutonina vorgesehen.
Walachische Volkskultur und Destillation
Vizovice ist auch durch seine regionalen Traditionen geprägt. Vizovické pečivo ist ein jahrhundertealtes Beispiel der walachischen volkstümlichen Kunst. Im Jahr 2024 wurde es in die Liste der immateriellen Güter der traditionellen Volkskultur der Region Zlín aufgenommen. Damit steht neben den Schloss- und Kirchenbesichtigungen ein Kulturgut im Mittelpunkt, das unmittelbar mit der Volkskultur der Region verbunden ist.
Die Destillation in Vizovice reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die erste schriftliche Erwähnung der Herstellung von Branntwein stammt aus dem Jahr 1585. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts setzte sich die Herstellung von Pflaumenbranntwein zunehmend durch. Im Besucherzentrum von RUDOLF JELÍNEK wird die Unternehmensgeschichte in restaurierten Räumen aus den 1930er-Jahren vermittelt, aus der Zeit des Besitzes durch Rudolf Jelínek. Dort werden traditionelle Produktionsverfahren neben moderner Technologie gezeigt.
Weitere Entdeckungen für Ihre Recherche
Wenn Sie neben Vizovice weitere Orte für Ihre Reiseplanung vergleichen möchten, können Sie außerdem Sehradice, Otrokovice, Březůvky, Jestrabi, Žlutava, Zlin, Petrůvka und Lukov U Zlína entdecken.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Zlín.