Rudimov – Natur, Wege und regionale Geschichte
Unterkünfte in Rudimov
Rudimov liegt südlich des malerischen Poolšaví zwischen bewaldeten Hügeln im Tal des Bachs Třešňůvka, auf durchschnittlich 334 m Höhe. Das gesamte Katastergebiet gehört zum Landschaftsschutzgebiet Bílé Karpaty. Damit verbindet der Ort eine markante Landschaft mit Wegen, regionaler Geschichte und einer ungewöhnlich anschaulichen Esskultur. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt Naturerlebnisse und kulturelle Entdeckungen verbinden möchten, finden Sie in Rudimov mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Geschützte Landschaft und Wege durch die Weißen Karpaten
Ein prägender Bestandteil der Landschaft sind extensive hochstämmige Obstwiesen. Sie enthalten ursprüngliche regionale Obstsorten, die an die natürlichen Bedingungen angepasst sind. Zugleich bieten die Wiesen Orchideen, einem spezialisierten Insektenbestand und Vögeln, die aus der intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft verdrängt wurden, einen Rückzugsraum.
Durch das Katastergebiet verläuft ein gelb markierter Wanderweg, der Slavičín und Bojkovice verbindet. Für Radtouren führen die Route 5054 von Slavičín nach Luhačovice und die Route 5056 von Bojkovice nach Luhačovice durch Rudimov. Eine weitere Möglichkeit ist der mittelschwere Rundweg „Ze Slavičína na Petrůvku“: Er ist 15 km lang, weist 238 m Höhenunterschied auf und führt rund um Rudimov. So können Sie je nach gewünschter Strecke zwischen einem verbindenden Wanderweg, ausgeschilderten Radrouten und einer genau beschriebenen Rundtour wählen.
Handwerk, Denkmäler und ältere Spuren
Rudimov besitzt ein markantes lokales Handwerkserbe. Die traditionelle Tierkastration ist hier seit 1545 belegt und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von beinahe allen erwachsenen Männern ausgeübt. Ein hölzerner Blockbau-Glockenturm aus dem Jahr 1780 wird im Verzeichnis unter der Nummer 2063 geführt. Ebenfalls verzeichnet ist ein reich geschnitztes hölzernes Kreuz, das 1820 von einem volkstümlichen Künstler geschaffen wurde; seine Nummer lautet 2064.
Im Flurgebiet Zachrástí–Ploštiny liegen die Überreste des slawischen Burgwalls Gradca. In den Fluren Gradca, Spalica und Paličky befinden sich außerdem geschützte Grabhügel. Archäologische Funde im Katastergebiet reichen vom Äneolithikum über die Hallstattzeit und die keltische Zeit bis in die frühe mittelalterliche Zeit. Auch die jüngere Geschichte ist im Ortsbild präsent: Das Rudimover Denkmal für die örtlichen Opfer des Ersten Weltkriegs besteht aus einer pyramidenförmigen Steingruppe aus unterschiedlich großen, unbearbeiteten Sandsteinblöcken mit einer Figurengruppe einer Frau und eines sterbenden Soldaten. Ein zweites Kriegerdenkmal erinnert an rumänische und sowjetische Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs bei einem Artillerieangriff nahe der Gemeinde ums Leben kamen.
Regionale Produkte und kleine Ausflugsziele
Die Obstwiesen spiegeln sich auch in der Ortsgeschichte wider. In zahlreichen Bauernhöfen gab es Obsttrockner; getrocknetes Obst wurde in großem Umfang aus Rudimov ausgeführt, und an mehreren Stellen wurde Powidl gekocht. Heute verkauft der Laden von Maso z lúky / Farma Rudimov Fleisch, Würste, Jerky, getrocknete Pflaumen, Birnen, Chutneys, Soßen und weitere lokale Produkte. Eine direkte Abholung von Produkten ist in Rudimov 105, 763 21, möglich.
Am Ortseingang befindet sich hinter dem Sportareal ein Biotop beziehungsweise ein Mehrzweckbecken zum Baden. Dort steht Besuchern auch ein Selbstbedienungsbuffet zur Verfügung. Eine andere Facette zeigt das Luftfahrtmuseum mit seiner Sammlung von Flugzeug- und Schiffsmodellen. Im Juli und August ist es samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Für die Planung Ihres Aufenthalts lassen sich damit Landschaft, Bewegung, regionale Erzeugnisse, Wasser und ein zeitlich klar eingegrenzter Museumsbesuch miteinander verbinden.
Im Umfeld von Rudimov liegen Pohořelice, Karlovice, Jestrabi, Křekov, Machová, Kašava, Dolní Lhota und Lutonina.
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