Tulešice
Tulešice verbindet barocke Baugeschichte, eine geschützte Landschaft und örtliche Bräuche. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich dadurch verschiedene Schwerpunkte: Sie können die Geschichte des Ortes über Schloss und Kapelle betrachten, die Landschaft der Rokytná über eine Wanderroute kennenlernen oder sich mit Traditionen und Wallfahrtsmotiven beschäftigen. Zugleich ist wichtig, zwischen den sichtbaren historischen Themen und den tatsächlich zugänglichen Orten zu unterscheiden.
Schlossgeschichte und die Kapelle des heiligen Florian
Das barocke Schloss von Tulešice wurde 1711 von den Záblatský aus Tulešice an der Stelle einer früheren Burganlage errichtet. Der Schlossbau markiert damit eine spätere Bauphase am Standort der früheren Burganlage. Schloss und Park befinden sich jedoch in Privatbesitz und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Park des Schlosses von Tulešice enthält Rokoko-Skulpturen mit Themen aus der antiken Mythologie. Die Anlage ist deshalb ein historischer Bezugspunkt des Ortes, aber kein öffentlich zugängliches Besuchsziel.
Auf einer Anhöhe steht die im Barockstil errichtete Kapelle des heiligen Florian. Sie wurde 1782 auf einer Anhöhe am östlichen Ortsrand von Tulešice an der Stelle einer älteren Holzkapelle errichtet. Die Kapelle ergänzt die Schlossgeschichte um ein eigenes sakrales Bauwerk und bietet damit einen weiteren Zugang zur Ortsgeschichte, ohne dass daraus eine Aussage über ihre aktuelle Zugänglichkeit folgt. Schloss und Kapelle entstanden nicht gleichzeitig: Das Schloss wurde 1711 errichtet, die Kapelle folgte 1782.
Rokytná-Landschaft und Wanderroute
Der geschützte Naturpark Přírodní park Rokytná grenzt an Tulešice. Durch den Park des Schlosses von Tulešice fließt außerdem der Tulešický potok.
Eine Wanderroute führt durch das Tal der Rokytná bis zur Wegkreuzung Tulešice-Rokytná und anschließend auf einem rot markierten Wanderweg nach Tulešice. Die Route ist eine eigenständige Möglichkeit, den Ort in eine Wanderplanung einzubeziehen, ohne den privaten Schlosspark als Teil des öffentlichen Besuchswegs darzustellen. Die Wegkreuzung Tulešice-Rokytná bildet dabei den Übergang zwischen Talroute und markiertem Weg nach Tulešice.
Bräuche, religiöse Orte und lokale Motive
In Tulešice wird die Tradition „Smrtolka“ begangen, bei der Mädchen den Winter aus dem Dorf tragen. Eine zweite örtliche Tradition ist „Hrkání“: Dabei ersetzen Jungen vor Ostern die Kirchenglocken. Beide Bräuche geben der Ortsgeschichte eine saisonale und gemeinschaftliche Dimension. Die beiden Bräuche liegen zudem in unterschiedlichen Jahreszeiten: Smrtolka gehört zum Austragen des Winters, Hrkání zur Zeit vor Ostern.
Zu den weiteren religiösen Zeichen in Tulešice gehört eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Außerdem befindet sich hier ein Wallfahrtsort mit einer Statue eines Hirten, der ein Lamm auf den Schultern trägt. Zusammen mit der Kapelle des heiligen Florian entsteht so ein Bild des Ortes, in dem barocke Architektur, religiöse Darstellungen und überlieferte Bräuche nebeneinanderstehen. Die religiösen Motive unterscheiden sich dabei: Johannes von Nepomuk erscheint als Statue, am Wallfahrtsort ist ein Hirte mit dem Lamm auf den Schultern dargestellt.
Weitere Ziele, die Sie für Ihre Reiseplanung aufrufen können, sind Kyjovice, Hrabětice, Hevlín, Vrbovec, Výrovice, Miroslavské Knínice, Břežany U Znojma und Šanov.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Znojmo.
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