Miroslavské Knínice entdecken
Miroslavské Knínice verbindet eine markante Kulturlandschaft mit einem Schloss, einem naturnah gestalteten Park und einer frühgotischen Kirche. Der Ort liegt an der Grenze zwischen der Bobravská vrchovina und dem Dyjskosvratecký úval. Durch die Mitte des Katastergebiets verläuft das Tal des Baches Našiměřický potok von Westen nach Südosten; der größte Teil des Gebiets ist landwirtschaftlich genutzte Landschaft. So entsteht ein Ortsbild, in dem Baukultur und offene Landschaft eng nebeneinanderliegen.
Schloss, Park und geschützte Natur
Das Schloss in Miroslavské Knínice ist als Kulturdenkmal eingetragen. Der eingeschossige, zweitraktige und vierflügelige Bau umschließt einen trapezförmigen Innenhof. Umgeben wird er von einem naturnah gestalteten Landschaftspark. Der Schlosspark gehört zu den geschützten Teilen des eingetragenen unbeweglichen Kulturdenkmals und bildet damit einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Ortsbilds.
Im Schlosspark befindet sich außerdem das Schutzobjekt „Dvojice červených buků v zámeckém parku Miroslavské Knínice“. Das geschützte Buchenpaar wurde erstmals am 30. Juni 2015 ausgewiesen und ist als Baumgruppe klassifiziert.
Kirche und örtliche Traditionen
Ein weiterer markanter Sakralbau ist die Filialkirche des heiligen Nikolaus. Sie ist eine frühgotische Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Mit der Kirche sind eine Wallfahrt und ein Kirchweihfest verbunden. Das Kirchweihfest findet am Sonntag um den Wenzeltag, den 28. September, statt. Die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk ist ebenfalls als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Zusammen geben diese Bau- und Kleindenkmäler dem Ort eine historische Prägung, die sich nicht auf das Schloss beschränkt.
Auch die örtlichen Veranstaltungen greifen regionale Bräuche auf. Bei der traditionellen Veranstaltung „Zarážení hory“ an der Kapelle des heiligen Urban gehören die Segnung der Ernte, das symbolische Abschließen des Weinbergs, das Aufstellen eines Maibaums und die Ernennung der Weinbergwächter zum Programm. Die einzelnen Bestandteile machen den Charakter des Festes verständlich: Es verbindet religiöse Bezüge, den Jahreslauf der Landwirtschaft und die Weinbautradition.
Radroute und Wein aus der Znaimer Region
Für die Erkundung der Landschaft führt die Radroute 5009 durch Miroslavské Knínice. Sie verläuft überwiegend über asphaltierte Straßen der II. und III. Klasse, die für alle Fahrradtypen geeignet sind. Damit ist die Route ein konkreter Bezugspunkt für die Planung einer Radtour durch die landwirtschaftlich geprägte Umgebung, ohne dass der Ort auf eine einzige Reiseform festgelegt ist.
Eine kulinarische und regionale Facette zeigt die 14. Weinpräsentation von Weinen aus der Znaimer Weinbauregion. Sie findet am letzten Samstag im März im Schlosssaal von Miroslavské Knínice statt; das Programm beginnt um 10 Uhr. Gemeinsam mit „Zarážení hory“ macht diese Veranstaltung den Weinbezug des Ortes auf unterschiedliche Weise sichtbar: einmal als Fest mit symbolischen Handlungen im Weinberg, einmal als Präsentation von Weinen aus der Znaimer Weinbauregion.
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