Vrbovec – Wein, Geschichte und Feuchtgebiet

Vrbovec verbindet Weinbau, gewachsene Ortsgeschichte und eine bemerkenswerte Feuchtlandschaft auf engem thematischem Raum. Die verschiedenen Facetten eignen sich für unterschiedliche Tagespläne: einmal steht die Weinbaukultur im Mittelpunkt, ein anderes Mal ein kurzer Spaziergang zu einer Kapelle.

Weinbau erleben: Lehrpfad und Kellerzeile

Der Weinlehrpfad Hroznové kozy ist 5 km lang und gibt dem Aufenthalt ein klares weinbauliches Thema. Eine weitere Besonderheit ist die Sklepní ulička in Vrbovec: Dabei handelt es sich um eine Reihe von etwa 260 Weinkellern entlang der Straße Richtung Znojmo, etwa 1 km vom Ort entfernt.

Auch der Veranstaltungskalender ist eng mit diesem Erbe verbunden. Odemykání naučné stezky Hroznové kozy findet jährlich im Frühling statt und umfasst eine Weinverkostung sowie das Hinaustragen des Ziegenbocks in den Weinberg. Beim Vrbovecké vinobraní 2025 wurde am letzten Samstag im Oktober das Ende der Weinlese gefeiert – im Weinberg U kapličky, in der Sklepní ulička und in geöffneten Kellern. Dieses Datum gehört zur Vergangenheit und beschreibt nicht automatisch eine künftige Ausgabe.

Kapellen und Kirche mit eigener Geschichte

Zu den jüngeren Orientierungspunkten gehört die Kapelle des heiligen Bartholomäus, die 2022 errichtet wurde. Ein kurzer Spaziergang außerhalb von Vrbovec führt zu ihr. In unmittelbarer Umgebung findet in der zweiten Augusthälfte, etwa um den Gedenktag des heiligen Bartholomäus, ein Fest statt. Zu seinen Bestandteilen gehört auch das Zarážení hory.

Die Kirche der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers reicht dagegen auf einen alten romanischen Vorgängerbau zurück. Nach einem Brand im Jahr 1727 wurde sie ab 1747 wiederaufgebaut und am 27. Juni 1767 geweiht. Bei den sakralen Zielen reicht die Zeitspanne damit von der 2022 errichteten Kapelle bis zur Kirche mit romanischem Vorgängerbau, Wiederaufbau ab 1747 und Weihe im Jahr 1767. Zur Ausstattung gehören drei Glocken aus dem 17. und 18. Jahrhundert; die älteste stammt aus dem Jahr 1626. Eine zusätzliche historische Spur führt zur Kapelle Panny Maria Pomocné in Ječmeniště auf dem Katastralgebiet von Vrbovec. Sie ist das letzte erhaltene Denkmal eines untergegangenen Weinbaudorfs im südmährischen Grenzgebiet.

Feuchtgebiet und Rotbauchunke

Mit dem Vrbovecký rybník besitzt Vrbovec außerdem einen Naturort, der deutlich über den Weinbau hinausweist. Der Teich ist das bedeutendste Feuchtgebiet im Gebiet von Znojmo und zugleich eine regional bis überregional bedeutsame Lokalität der Rotbauchunke. Damit steht neben Kellerzeile, Weinberg und Sakralbauten auch ein naturkundliches Thema zur Verfügung. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie Vrbovec deshalb als Ziel für einen Aufenthalt betrachten, der Kultur, Weintradition und Landschaft in den Mittelpunkt stellt.

Weitere Ziele für Ihre Recherche sind Trstěnice, Vranov nad Dyjí, Hnanice, Jezeřany-Maršovice, Jevisovice, Jiřice U Miroslavi, Hostěradice und Vracovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Znojmo.

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