Lundenburg

Lundenburg verbindet auf engem kulturellem Raum unterschiedliche historische Epochen: Renaissance-Architektur, jüdische Baugeschichte, Liechtensteinische Landeskultur, Archäologie und Zeugnisse der Industriegeschichte. Für Sie und Ihre Familie entsteht daraus eine Reise, bei der sich Aussicht, Spaziergang, Museum und ungewöhnliche Ausstellungen miteinander verbinden lassen. Besonders interessant ist, dass mehrere Orte ganz unterschiedliche Besuchsformate bieten und dadurch auch bei verschiedenem Alter und Interesse in einer Reise Platz finden.

Schloss, Synagoge und ein Spaziergang durch die Stadt

Das Schloss Břeclav ist ein Renaissance-Schloss, das auf den Fundamenten einer älteren Burg errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert bauten die Liechtensteins das Gebäude im romantischen Stil um. Derzeit ist am Schloss Břeclav nur der Aussichtspunkt auf dem Schlossturm zugänglich. Diese Einschränkung gehört zur aktuellen Besuchssituation und unterscheidet den Ort klar von einer vollständig zugänglichen Schlossbesichtigung.

Eine weitere historische Spur führt zur Synagoge in Břeclav. Sie wurde 1868 erbaut und 1888 von dem Wiener Architekten Max Fleischer im neuromanischen Stil renoviert; im Innenraum kamen maurische Elemente zum Einsatz. Nach einer umfassenden Rekonstruktion in den Jahren 1997 bis 1999 wird die Synagoge derzeit für kulturelle und gesellschaftliche Zwecke genutzt. Architekturgeschichte und heutige Nutzung stehen hier unmittelbar nebeneinander.

Für eine Erkundung zu Fuß bietet sich der „Břeclavský chodníček“ an, ein Spazierweg durch die Stadt Břeclav. Ergänzend dazu ist die Cukrovarský-Brücke ein geschütztes Kulturdenkmal, das derzeit als Fußgängerbrücke dient. Im Muzeum Pod vodárnou verfügt der Zugang über eine barrierefreie Ausführung für Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kinderwagen. Damit gibt es neben den historischen Bauwerken auch einen dokumentierten Ort mit besonderer Zugangsqualität.

Liechtensteinische Geschichte und Archäologie

Das Empire-Schlösschen Pohansko wurde von den Liechtensteins in den Jahren 1810 bis 1812 zu Jagdzwecken an der Stelle eines älteren slawischen Walles errichtet. Im Zámeček Pohansko wurde am 12. September 2023 eine neue archäologische Ausstellung eröffnet. Audiovisuelle Effekte, Touchscreens, spezielle Filmprojektionen und weitere interaktive Elemente geben dieser Ausstellung ein anderes Format als die historische Architektur des Empire-Schlösschens.

Im Lichtenštejnský dům befindet sich eine Dauerausstellung zur Geschichte der Familie Liechtenstein. Dort sind außerdem 20 originalgetreue Miniaturen von Liechtenstein-Denkmälern ausgestellt, die auf der präzisen Digitalisierung realer Bauwerke beruhen. Für Familien kann gerade dieser Wechsel zwischen originalen Gebäuden, historischen Erzählungen und maßstabsgetreuen Modellen eine abwechslungsreiche Folge von Eindrücken schaffen.

Auch Industriegeschichte gehört zum Ortsbild

Die Anschlussbahn, die die Zuckerfabrik mit der Eisenbahn verband, wurde 1870 gebaut. Sie ergänzt die höfische, religiöse und archäologische Geschichte um eine industrielle Perspektive. So reicht das Spektrum der dokumentierten Orte von einem Aussichtspunkt über einen Stadtspaziergang und eine Synagoge bis zu Ausstellungen, Brücke und Verkehrsgeschichte.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Břeclav.

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