Heroltice entdecken: Karst, Natur und Dorfgeschichte
Naturraum zwischen Svratka und Karst
Heroltice liegt über dem Tal der Svratka südlich von Tišnov. Zwischen dem Ort und dem Tal des Bílý potok erstreckt sich das Karstgebiet Lažánecko-Heroltický kras. Ein besonderer Landschaftsaspekt zeigt sich am Pejškovský potok: Er tritt am Ort Na bílé nahe Heroltice wieder an die Oberfläche. Zugleich sind die meisten Karsträume in diesem Gebiet praktisch unzugänglich – die Landschaft ist daher nicht nur durch ihre Formen, sondern auch durch ihre natürlichen Grenzen geprägt.
Im Katastergebiet von Heroltice sind zehn bedeutende Landschaftselemente (VKP) registriert. Sie sind für den Schutz der Artenvielfalt einschließlich geschützter und gefährdeter Pflanzen- und Tierarten von besonderer Bedeutung. Zum lokalen Biocentrum am Heroltický potok gehören Tümpel, Feuchtgebiete und drei Teiche. Es entstand 1999; dort kommen verschiedene Amphibienarten und die Teichmuschel Škeble rybničná vor. Beobachtbare Vögel sind unter anderem Stockente, Graureiher, Teichrohrsänger und Eisvogel.
Auch die Pflanzen- und Tierwelt macht den Ort für Naturinteressierte bemerkenswert. Zu den geschützten Pflanzen im Katastergebiet gehören Brambořík nachový, Hořeček brvitý und Okrotice bílá, eine Orchidee. Zu den seltenen Tierarten in Heroltice gehören Feuersalamander, Glattnatter, Gottesanbeterin, Eisvogel und Neuntöter. In der näheren Umgebung befindet sich außerdem die aus Stein gemauerte Quelle Studánka U Sovy mit einer Eulenstatue in einer Nische; sie wurde 2008 errichtet. Die Quelle Na Bílém versorgt Tišnov und Heroltice mit Wasser und tritt aus dem Fels aus, ohne zu gefrieren.
Dorfgeschichte und kleine Kulturorte
Die ersten Erwähnungen von Heroltice stammen aus dem Jahr 1316. Damals ließ sich der Ritter Herult (Herolt) auf dem Hügel Horka nieder, auf dem eine Festung stand. Zur Ortsgeschichte gehört außerdem die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk, des Patrons des Dorfes. Sie wurde 1810 erbaut. Eine Statue desselben Heiligen steht auf dem Dorfanger; die Gemeinde ließ sie 1907 aus dem Vermächtnis des aus Heroltice stammenden Tomáš Trtílek errichten. Rechts neben dem Eingang der Kapelle befindet sich in einer Nische eine Gedenktafel aus weißem Stein.
In der näheren Umgebung liegt bei Šárka der Ostrov mit dem ehemaligen Standort der Rudomlýn-Mühle, die dort ab 1536 zum Zerkleinern von Erz diente und Puchverk oder Stoupa hieß. Bei Pravková befindet sich der fast 20 ha große Urwald Slunná, der überwiegend aus Buchenwald besteht. Die Kombination aus Karst, Gewässern und Wald eröffnet unterschiedliche Naturthemen für die Ausflugsplanung.
Ausflüge und jahreszeitliche Dorftraditionen
Bei Čertova hráz sehen Sie den Rest einer 32 m langen steinernen Staumauer im Tal des Pejškovský potok. Im weiteren Verlauf des Tals folgt ein Rast- und Erfrischungsplatz für Fußgänger und Radfahrer. Eine Bank am Rand des Waldes Obceny bietet Ausblicke in Richtung Veverská Bítýška und auf die darüber gelegene Burg Veveří. Wenn Sie Natur, Geschichte und lokale Traditionen verbinden möchten, finden Sie in Heroltice zudem jedes Jahr einen Karneval, ein Fest zur Begrüßung des Frühlings, ein Kirchweihfest unter dem Maibaum, ein Kinder-Sommerkino, ein Drachenfest und einen Laternenumzug.
Für den weiteren Ortsvergleich finden Sie außerdem Ricany, Hajany, Popůvky, Újezd U Tišnova, Unín, Omice, Podolí und Hlína.
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