Omice

Omice verbindet Naturraum und Ortsgeschichte auf engem Raum. Im Katastergebiet liegt der Naturpark Bobrava; Bahnhof, Lehrpfad Bučín und historische Zeugnisse führen zu unterschiedlichen Facetten des Ortes. Zwischen Laubwald, Wanderwegen, romanischer Baugeschichte und archäologischen Spuren treffen Landschaftserkundung und Kulturgeschichte unmittelbar aufeinander.

Naturpark Bobrava und Wege durch die Landschaft

Der Naturpark Bobrava befindet sich im Katastergebiet von Omice. Der Lehrpfad Bučín liegt in der Nähe des Ortes und führt durch den Naturpark sowie den Forstbereich Bučín. Dort prägen Laubwälder mit Eichen, Buchen und Hainbuchen das Landschaftsbild. Der Naturpark und der Forstbereich geben dem Lehrpfad damit einen klaren naturräumlichen Rahmen.

Am Bahnhof Omice beginnt ein gelb markierter Wanderweg. Er führt über den Gipfel Tmavý žlíbek und an Bučín vorbei in Richtung Rosice. So verbindet sein Verlauf den Bahnhof mit einem Gipfel, dem Forstbereich und den Wegen in Richtung Rosice, ohne dass der Ausgangspunkt im Ortszentrum liegt.

Der Lehrpfad Bučín vermittelt neben Informationen zur Natur auch historische Inhalte. Dazu gehören die Überreste eines alten Gasthauses an der Landstraße, das während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt wurde. Außerdem informiert der Lehrpfad über eine mittelalterliche Handelsroute, die durch die Wälder von Brünn nach Ivančice führte. Die historischen Themen reichen damit von einem konkreten Gebäude aus der Kriegszeit bis zu einer Verkehrsverbindung des Mittelalters.

Kirche, Festung und örtliche Kultur

Ein markanter kultureller Bezugspunkt in Omice ist die Kirche St. Jakob des Größeren. Sie ist als unbewegliches Kulturdenkmal unter der Registriernummer 29182/7-858 eingetragen. Der Bau ist romanisch und wurde etwa im 12. Jahrhundert oder spätestens zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. Die Kirche steht damit für einen Sakralbau, dessen zeitliche Einordnung bis in das Mittelalter zurückreicht.

Zu den archäologischen Überresten der mittelalterlichen Festung von Omice gehören steinerne Grundmauern mit einer Stärke von mehr als einem Meter. Die Festung ist damit durch archäologische Bauteile vertreten, während die Kirche als romanischer Bau einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte bietet. Gerade dieser Unterschied macht die historischen Zeugnisse von Omice vielfältig.

Mit dem Erwachsenen-Folkloreensemble Folklorní soubor Omičan ist außerdem ein folkloristischer Kulturbezug mit Omice verbunden. Neben Kirche, Festung und Lehrpfad gehört damit auch regionale Überlieferung zu den Themen, die den Ort prägen.

Anreise und weitere Ortsauswahl

Der Bahnhof Omice ist stufenlos zu allen Bahnsteigen zugänglich. Die Bahnsteige haben gemäß ČSN 73 4959 eine Standardhöhe von 550 mm über der Schienenoberkante. Der Bahnhof ist damit sowohl Ausgangspunkt des gelb markierten Wanderwegs als auch ein praktischer Orientierungspunkt für die Anreise.

Für die weitere Ortsauswahl können Sie außerdem Vranovice, Kobylnice, Jiříkovice, Ponětovice, Pravlov, Hradčany, Popůvky und Brumov ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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