Sirnin am Fuß des Kleť: Lehrpfad, Natur und Ortsgeschichte
Srnín verbindet die Landschaft am Fuß des Berges Kleť mit einer ungewöhnlich dicht dokumentierten Ortsgeschichte und einem Lehrpfad, der Natur, Geologie und militärische Befestigungen zusammenführt. Der Ort liegt im Landschaftsschutzgebiet Blanský les auf 540 Metern über dem Meeresspiegel. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem sich eine Wanderung, historische Spuren und interaktive Entdeckungen für Kinder miteinander verbinden lassen.
Naturraum und Wege rund um Srnín
Der Granátník-Lehrpfad beginnt und endet in Srnín und ist 8,5 Kilometer lang. Auf neun Informationstafeln geht es um die örtliche Tier- und Pflanzenwelt, um Geologie sowie um die Geschichte der militärischen Befestigungen. Zum Lehrpfad gehören außerdem Feuchtgebiete mit Orchideen. Die Strecke vermittelt damit mehrere unterschiedliche Seiten der Umgebung, ohne dass Natur und Geschichte getrennt voneinander betrachtet werden müssen.
Am Osthang des Granátník vrch steht ein 5 Meter hoher hölzerner Aussichtsturm mit Blick auf das malerische Moldautal. Die Aussichtsplattform des Aussichtsturms auf dem Granátník ist ganzjährig frei zugänglich.
Eine eigene Ergänzung für Familien ist die Srnčí stezka. Sie zweigt vom Granátník-Lehrpfad zum Berg Kamýk ab und mündet wieder in ihn ein. Kinder finden dort interaktive Elemente, darunter ein Memory-Spiel und Tierbilder mit QR-Codes. Über eine mobile Anwendung lassen sich die QR-Codes scannen und die von den Tieren erzeugten Laute anhören. So wird aus dem Naturthema eine Beobachtung, bei der nicht nur gelesen, sondern auch zugehört und ausprobiert wird.
Geschichte, Kapellen und Ortsbild
Srnín entstand im Rahmen der Kolonisierungstätigkeit des Klosters Zlatá Koruna. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1400. Im Jahr 1440 wurde Srnín als Teil der Rájov-Rychta innerhalb der Herrschaft Zlatá Koruna erwähnt. Auf dem Dorfanger wurde 1929 ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten enthüllt.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk. Ihre Errichtung wird Martin Novotný zugeschrieben, die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1837. Die Kapelle wurde vor einigen Jahren renoviert. Ebenfalls aus dem Jahr 1837 stammt die erste schriftliche Erwähnung der Kapelle Na Vršku. Die damalige Beschreibung bezeichnete sie als gemeindeeigene gemauerte Kapelle mit einer Darstellung der Panna Marie Kájovská. Die gemalte Panna Marie Kájovská ist heute nicht mehr erhalten.
Auch der historische Weg von Srnín nach Rájov gehört zum erzählbaren Ortsbild: Er diente verschiedenen Fuhrwerken, die in Richtung České Budějovice unterwegs waren. Für Radreisende führt der Moldauweg 7, EV7 und Greenway RD durch Srnín weiter nach Zlatá Koruna. Damit lässt sich der Ort sowohl über seine lokale Geschichte als auch über die Verbindung zu den Wegen der Umgebung betrachten.
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