Mirkowitz: Goldspuren, alte Höfe und Ortsgeschichte

Mirkowitz zwischen Goldspuren und alten Höfen

Mirkowitz verbindet eine klar gefasste Ortsstruktur mit Spuren des mittelalterlichen Goldabbaus und einer Hofgeschichte, die an konkreten Einzelhöfen ablesbar wird. Der relativ regelmäßige kolonialzeitliche Siedlungsgrundriss als kurze Straßensiedlung prägt den Charakter des Ortes. Die Ursprünge von Mírkovice werden vermutlich in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, etwa um 1300, datiert. Das Ortsbild verbindet damit Siedlungsform, Landschaft und Gebäude in einem eng gefassten Zusammenhang.

Goldabbau in der Landschaft

Das mittelalterliche Goldabbaugebiet bei Mírkovice umfasst Grenzsteine mit eingeritzten Kreuzen, die einzelne Abbauflächen markierten. Eine weitere auffällige Spur ist das Waschhaldenfeld bei Mírkovice. Es erstreckt sich über etwa 200 × 200 Meter und ist das größte in der näheren Umgebung. Die etwa 200 × 200 Meter große Ausdehnung setzt dabei einen anderen Maßstab als die einzelnen Grenzsteine: Hier steht ein zusammenhängendes Feld, dort die Markierung einzelner Abbauflächen im Vordergrund. Entlang des gesamten Laufs des Jílecký potok befinden sich goldführende Waschhalden. Der Bach wurde früher als „goldener Bach“ bezeichnet. Grenzsteine, Waschhaldenfeld und die Halden am Jílecký potok gehören damit zu verschiedenen Schauplätzen desselben historischen Themas. Zur Ortsgeschichte gehören in Mírkovice somit sowohl die Siedlung als auch die Spuren des früheren Goldabbaus.

Řehoutovec und die Geschichte der Höfe

Der älteste Bauernhof in Mírkovice ist das Haus Nr. 1, bekannt als Řehoutovec. Zu Řehoutovec gehört eine erhaltene Scheune. Wegen seiner Bauweise ist der Hof bemerkenswert und erinnert an eine alte Feste. Auch der Bauernhof Nr. 16 führt in die Ortsgeschichte: Früher umfasste er eine Gastwirtschaft. Im Jahr 1834 wurde der Bauernhof Nr. 16 an Anton Soukup übergeben, der als Urgroßvater von Egon Schiele bezeichnet wird. Für die Ortsgeschichte bilden Haus Nr. 1 und Hof Nr. 16 zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Am ersten verbinden sich älteste Hofstelle, Scheune und die an eine alte Feste erinnernde Bauweise; am zweiten stehen frühere Gastwirtschaft und die Übergabe im Jahr 1834 nebeneinander.

Ein Ort mit unterschiedlichen Zugängen

Im unteren Teil von Mírkovice gibt es einen Sportplatz für Kleinfeldfußball und Volleyball mit Sitzgelegenheiten an einer Feuerstelle. Damit steht neben den historischen Themen auch ein konkreter Ort für Bewegung und gemeinsames Verweilen zur Verfügung. Auf dem Platz sind Kleinfeldfußball und Volleyball möglich; die Sitzgelegenheiten an der Feuerstelle ergänzen die sportliche Nutzung um einen Platz zum Sitzen. Wenn Sie Ihre Reise nach Tschechien zwischen Ortsgeschichte, Landschaftsspuren und aktiver Zeit aufteilen möchten, bietet Mirkowitz dafür mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Der Schwerpunkt kann je nach Interesse bei den Goldspuren, den Höfen oder dem Sportplatz liegen. Für weitere Ziele zum Stöbern können Sie außerdem Zaltice, Ceske Chalupy, Bessenitz, Borova, Oberhaid, Priethal, Kalsching und Neudorf B. Berlau entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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