Hohenfurth zwischen Kloster, Moldau und Kulturlandschaft

Hohenfurth (Vyšší Brod) verbindet ein bedeutendes Klosterareal mit Wallfahrtsgeschichte, besonderen Landschaftsformen und der Moldau. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem sich Kultur und Natur nicht nur als getrennte Ausflugsziele zeigen: Mehrere Besichtigungsrouten führen durch das Kloster, während Maria Rast, ein historischer Kreuzweg und die geschützte Flusslandschaft eigene Schwerpunkte setzen. So können Familien den Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen gestalten, ohne sich auf nur eine Art von Erlebnis festlegen zu müssen.

Das Zisterzienserkloster als kultureller Mittelpunkt

Das Zisterzienserkloster in Vyšší Brod wurde 1259 von der Familie Rožmberk gegründet. Die erste schriftliche Erwähnung von Vyšší Brod stammt aus der Gründungsurkunde des Klosters vom 1. Juni 1259. Zum Klosterkomplex gehört eine mittelalterliche befestigte Anlage mit der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt. Das Kloster ist ein nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik und bietet mehrere Besichtigungsrouten an; die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt gehört zu diesen Routen.

Im Areal befindet sich außerdem das Poštovní muzeum NTM. Die Ausstellung widmet sich der Entwicklung der Post- und Telekommunikationsdienste sowie der Geschichte des Postverkehrs. Dadurch lässt sich der Besuch des Klosters um ein eigenständiges kulturgeschichtliches Thema ergänzen. Auch außerhalb des Klosterkomplexes begegnen Ihnen geschützte Zeugnisse der Ortsgeschichte: Die Kirche St. Bartholomäus und der zugehörige Friedhof in Vyšší Brod sind Kulturdenkmäler.

Historische Wege und Maria Rast

Die Anfänge von Vyšší Brod stehen mit dem Handelsgeschehen an einer der ältesten Strecken in Verbindung, die Böhmen mit dem Donaugebiet verbanden. Diese historische Dimension ergänzt die Klostergeschichte um den Blick auf die Entwicklung des Ortes und seine Verbindungen über die unmittelbare Umgebung hinaus.

Ein anderes Besuchsformat bietet der Kreuzweg von der Pfarrkirche in Vyšší Brod nach Maria Rast. Er führt über 14 Stationen und wurde 1898 angelegt. Maria Rast ist ein marianischer Wallfahrtsort mit einer Gebäudegruppe und einem Kreuzweg. Der Ort ist heute außerdem Teil des neu eingerichteten touristischen Rundwegs Opatská stezka. Dieser verbindet verschiedene vom Kloster Vyšší Brod geschaffene oder umgestaltete Objekte im Waldgebiet hinter dem Kloster, darunter einen künstlichen Wasserkanal zur Wasserversorgung des Klosters, die Wasserfälle des heiligen Wolfgang und einen Hammer.

Moldau und geschützte Landschaft

In Vyšší Brod beginnt ein schiffbarer Abschnitt der Moldau. Im Umfeld liegt das Naturschutzgebiet Čertova stěna-Luč mit einem tiefen Flusscanyon der Moldau. Der Fluss verläuft dort durch ein natürliches, mit mächtigen Granitblöcken gefülltes Gerinne mit typischen Strudeltöpfen. Dieser Abschnitt ist als Čertovy proudy bekannt. Damit stehen dem kulturellen Schwerpunkt des Klosters markante Landschaftsformen gegenüber, die den Charakter der Moldau auf besondere Weise zeigen.

Für den Besuch des Klosters liegt die Bahnstation Vyšší Brod–klášter etwa fünf Gehminuten vom Kloster entfernt.

Für die weitere Ortsauswahl können Sie auch Lachovice aufrufen. Weitere Einträge sind Adolfsthal, Thurmplandles, Rosenthal, Polletitz, Meinetschlag, Deutsch Beneschau und Moyne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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