Kienberg – Moldau, Natur und Geschichte

Moldauufer, Granitblöcke, geschützte Landschaften sowie Industrie- und Kirchengeschichte geben Loučovice ein klares Profil. Wenn Sie nach einer Unterkunft in Kienberg suchen, können Sie diese Themen als Orientierung für Ihre Reiseplanung nutzen: Natur, markierte Wege, Wasser und historische Entdeckungen liegen hier als unterschiedliche Schwerpunkte einer Reise nebeneinander.

Natur an der Moldau

Im Katastergebiet von Loučovice befinden sich gleich mehrere geschützte Landschaftsräume. Dazu gehören der Naturpark Vyšebrodsko, das Naturdenkmal Medvědí hora, das nationale Naturreservat Čertova stěna–Luč und das Schutzgebiet Rašeliniště Kapličky. Diese verschiedenen Schutzkategorien stehen für eine Landschaft, die sich nicht auf ein einziges Naturmotiv reduzieren lässt. Besonders markant ist das Gebiet Čertova stěna–Luč: Dort fließt die Moldau durch ein natürliches, von großen Granitblöcken ausgefülltes Flussbett, das als Čertovy proudy bekannt ist.

Wandern, Radfahren und Grenzraum

Markierte Wander- und Fahrradrouten verbinden Loučovice mit Lipno nad Vltavou, Vyšší Brod und dem österreichischen Grenzgebiet. Für Ihre Planung ergibt sich daraus eine klare Wahl zwischen verschiedenen Ausrichtungen, ohne dass Sie sich auf ein einzelnes Ausflugsziel festlegen müssen. Auch der grenzüberschreitende Fahrradübergang Dürnau ist ein beliebtes Ziel. Damit lässt sich eine Reise gestalten, in der Naturbeobachtung, Bewegung und der böhmisch-österreichische Grenzraum zusammen gedacht werden.

Industriegeschichte und eine besondere Bahnstrecke

Ein ungewöhnlicher Teil der Ortsgeschichte ist die Papierfabrik in Loučovice. Arnošt Porák gründete sie in den 1880er-Jahren. Um die Wende zum 20. Jahrhundert beschäftigte die Fabrik mehr als 1.000 Menschen. Einen weiteren historischen Akzent setzt die Eisenbahnstrecke von Certlov nach Lipno. Sie wurde 1909–1911 gebaut und war die zweite elektrifizierte Bahnstrecke in Böhmen. Beide Fakten machen verständlich, dass die Moldauregion nicht nur durch Landschaft, sondern auch durch Industrie- und Verkehrsgeschichte geprägt ist.

Kirchen und Kulturdenkmäler in Loučovice

Die Kirche des heiligen Prokop befindet sich in Loučovice am linken Ufer der Moldau. Die Kapelle des heiligen Prokop, auch des heiligen Jost, soll 1361 von Jošt (?) von Rosenberg gegründet und im 16. Jahrhundert umgebaut worden sein. Sie ist im tschechischen Denkmalverzeichnis als Kulturdenkmal verzeichnet. Die vorsichtige Formulierung ihrer Gründungsgeschichte gehört dabei zur Überlieferung und sollte nicht mit einer gesicherten Datierung gleichgesetzt werden.

Am rechten Ufer der Moldau steht die Kirche des heiligen Oldřich. Sie wurde in den 1480er-Jahren an der Stelle einer früheren Kapelle des heiligen Theobald errichtet, die Oldřich von Rosenberg 1361 gegründet hatte. Nachdem die Kirche im 16. Jahrhundert niederbrannte, wurde sie 1640–1644 wiederhergestellt. Die beiden Kirchen an den gegenüberliegenden Moldauufern und die Geschichte der älteren Kapelle geben Loučovice eine gut erkennbare historische Tiefe.

Wasser als Landschaft und Erinnerung

Die Čertovy proudy stehen nicht nur für ein eindrucksvolles Flussbett. Am Sonntag, dem 26. September 1954, fand dort der erste jährlich ausgetragene Wasserslalom statt; organisiert wurde das Rennen von der Wassersportgruppe TJ Tatran Loučovice. Wenn Sie Natur und Kultur verbinden möchten, bietet diese Verbindung aus Flusslandschaft und Sportgeschichte einen eigenständigen Zugang zur Region. Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie außerdem Nové Domky als zusätzlichen Ort in Betracht ziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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