Goldenkron: Kloster, Moldau und geschützte Landschaft
Goldenkron verbindet eindrucksvolle Klostergeschichte mit der Moldaulandschaft, dem Landschaftsschutzgebiet Blanský les und Wegen für eigene Entdeckungen. Im historischen Ortszentrum von Zlatá Koruna erwartet Sie eine geschützte Denkmalzone. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Kultur, Wasser und Landschaft gestalten, ohne sich auf nur eine Art von Erlebnis festzulegen. Gerade diese Verbindung eröffnet unterschiedliche Tagespläne: Ein Besuch kann bei Geschichte beginnen, an der Moldau weitergehen und im Schutzgebiet einen landschaftlichen Schwerpunkt erhalten.
Klostergeschichte und besondere Innenräume
Das Zisterzienserkloster Zlatá Koruna entstand 1263 dank des böhmischen Königs Přemysl Otakar II. Der Klosterkomplex gilt als einer der wertvollsten Komplexe gotischer Architektur in Mitteleuropa. Seine Geschichte wird auch durch ungewöhnliche Details anschaulich: Die barocke Klosterapotheke, die früher in der ehemaligen Küche ausgestellt war, umfasst mehr als 1.000 Apothekengefäße, Laborglas und pflanzliche Arzneimittel.
Zur kunsthistorischen Seite gehört die Zlatokorunská madona. Sie wurde zwischen 1410 und 1420 gemalt und wahrscheinlich direkt für das Zisterzienserkloster in Zlatá Koruna in Auftrag gegeben. Damit treffen im Kloster unterschiedliche Epochen aufeinander – von seiner Entstehung im 13. Jahrhundert über die gotische Architektur bis zu späteren Ausstattungsstücken. Die Datierung der Madonna setzt dabei einen klaren kunsthistorischen Akzent innerhalb des älteren Klosterensembles.
Landschaft zwischen Moldau und Schutzgebiet
Ein bemerkenswertes Detail befindet sich im Hauptinnenhof des Klosters: Neben der Kapelle der Schutzengel steht die fast 30 Meter hohe Linde Kapucínka. Ihr Alter wird auf 400 Jahre geschätzt. Auch außerhalb des Klosters ist die Landschaft ein prägender Teil des Ortes. Das gesamte Katastergebiet von Zlatá Koruna gehört zum Landschaftsschutzgebiet Blanský les. Der Hof verbindet damit Baukunst und einen einzelnen, besonders markanten Naturpunkt.
Das historische Wehr und ein kleines Wasserkraftwerk bestehen bei Zlatá Koruna weiterhin. Kanuten und Flößer nutzen die Schleuse. Außerdem besteht der drei Kilometer lange künstliche Kanal Jordánek bis heute. Diese Orte ergänzen den kulturellen Schwerpunkt um technische und wasserbezogene Eindrücke. Wer solche Zeugnisse vergleicht, erlebt die Moldaulandschaft nicht nur als Kulisse, sondern auch als von Technik geprägten Raum.
Wandern und Ausflüge bewusst wählen
Für eine Wanderung bietet sich der Fritsch-Weg als klar beschriebene Verbindung an. Der letzte, sieben Kilometer lange Abschnitt des Weges endet in Zlatá Koruna. Zuvor verläuft der Fritsch-Weg am linken Ufer der Moldau und bietet Fluss- und Landschaftsblick, bevor er Zlatá Koruna erreicht. Die konkrete Länge des Schlussabschnitts hilft dabei, eine Wanderung nach dem eigenen Zeitrahmen zu planen; der Uferverlauf ergänzt die Distanz um Fluss- und Landschaftsblick. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie daher nach dem gewünschten Schwerpunkt wählen: Klosterkultur und Denkmalzone, Landschaft im Schutzgebiet oder ein Aufenthalt mit Wasser- und Wanderbezug.
Für die weitere Ortsrecherche können Sie auch Plesovice ansehen. Weitere Ziele derselben Navigation sind Adolfsthal, Priethal, Zwickau, Prisnitz, Netrobitz, Angern und Meinetschlag.
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