Katovice: Zwischen Otava, Geschichte und Natur

Katovice verbindet die Landschaft an der Otava mit markanten Spuren seiner Geschichte. Zwischen Flussufer, Ortszentrum und der Kněží hora finden Sie unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reise: historische Bauwerke, geschützte Kulturdenkmäler, einen Lehrpfad zu Geschichte und Natur sowie Veranstaltungen mit regionalem Charakter.

Geschichte im Ortszentrum

Auf dem Platz zwischen der Kirche und dem Gemeindeamt steht der steinerne Pranger von Katovice. Der Denkmalschutz gilt ausschließlich für den Pranger selbst. Ursprünglich befand er sich vor dem Südportal der Kirche. Er war ein Symbol städtischer Rechtsgewalt und ein Ort öffentlicher Bestrafung, Schande und Demütigung. Seit 1972 steht außerdem ein Gedenkstein im Ortszentrum; ursprünglich befand er sich unterhalb der Kněží hora am linken Ufer der Otava.

Zur historischen Orientierung gehört die Kirche St. Philipp und Jakob. Sie war ursprünglich eine frühgotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, wurde im 14. Jahrhundert sowie 1580–1582 umgebaut und 1761 barockisiert. An der Südseite der Kirche St. Jakob und Philipp ist ein frühgotisches Portal erhalten. In der Kirche finden sonntags um 8:30 Uhr und dienstags um 17:00 Uhr Gottesdienste statt. Bei der Brücke erinnert außerdem die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk an die religiöse Baugeschichte des Ortes; sie gehört zu den unbeweglichen Kulturdenkmälern von Katovice. Auf dem Friedhof befindet sich ein Gemeinschaftsgrab der Opfer eines Todesmarsches, das zum eingetragenen Kulturerbe von Katovice gehört.

Otava und Kněží hora

Am rechten Ufer der Otava liegen in Katovice sogenannte Sejpy, Überreste der Goldwäsche. Entlang der Otava sind Uferwege für Fußgänger zwischen Strakonice und Sušice miteinander verbunden. Zusätzlich verläuft in Katovice eine Nord-Süd-Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. Sie quert die Otava über einen neuen Steg und schließt an Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge an.

Die Kněží hora verbindet Natur- und Kulturthemen besonders anschaulich. Das Naturschutzgebiet umfasst 13,51 Hektar wärmeliebenden Eichenwaldes mit erhaltener Waldflora. Auf der Kněží hora befand sich im 9. Jahrhundert ein elliptisches slawisches Burgwallgelände mit einer Gesamtfläche von etwa 8 Hektar. Die Burgwallanlage ist als aktuell geschütztes archäologisches Element ausgewiesen; stellenweise sind bis heute bis zu vierfache Befestigungswälle sichtbar.

Lehrpfad mit Geschichte und Natur

Der Lehrpfad Kněží hora hat fünf Informationsstationen und ist thematisch auf Geschichte und Natur ausgerichtet. Er beginnt am Husovo náměstí in Katovice und endet in Horní Poříčí an der Wegkreuzung Březový potok am Fuß der Katovická hora.

Veranstaltungen und lokale Traditionen

Auch Veranstaltungen gehören zum Bild von Katovice. Das Katovické Vinohraní erreichte im Jahr 2025 seine zehnte Ausgabe. Beim Fest konnten Besucher Wein aus den Weingütern Helena, Suský und Turek aus Velké Pavlovice verkosten. Das Katovický Otesánek fand 2023 zum neunten Mal statt. Ein weiteres architektonisch interessantes Ziel ist das ursprüngliche Wassermühlengebäude von Katovice.

Für Ihre weitere Orientierung können Sie außerdem Uzeničky, Stozice, Čepřovice, Hornosín, Kocelovice, Drachkov, Sedlice U Blatné und Dřešín aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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