Blatná – Schloss, Park und historische Entdeckungen

Blatná verbindet ein wasserumgebenes Schloss, einen weitläufigen Park und eine historische Stadtmitte mit ungewöhnlich vielfältigen Entdeckungen. Schloss Blatná ist eines der am besten erhaltenen wasserumgebenen Adelssitze in Tschechien und wurde umfassend spätgotisch umgebaut. Wenn Sie Kultur, Natur und Spaziergänge in einer überschaubaren Ortswahl verbinden möchten, bietet Blatná dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.

Schloss Blatná und sein öffentlich zugänglicher Park

Der 42 Hektar große Schlosspark ist ganzjährig öffentlich zugänglich. Bäche, Brücken, Wege und von Bäumen gesäumte Alleen prägen seinen Charakter. Dazu kommen frei grasende Damhirsche und eine Pfauengruppe. Der Park ist damit nicht nur die landschaftliche Umgebung des Schlosses, sondern ein eigener Erlebnisraum, in dem sich Naturbeobachtung und historische Atmosphäre miteinander verbinden.

Eine besondere Verbindung zwischen Landschaft und Stadt schafft der Weg „Blatenské královny – růžová stezka“. Er führt durch den Schlosspark bis zur Kirche Mariä Himmelfahrt. Schloss, Park und Kirchenviertel lassen sich so als unterschiedliche Stationen einer Entdeckung von Blatná betrachten, ohne dass die kulturellen Themen auf ein einzelnes Gebäude beschränkt bleiben.

Historischer Stadtkern und regionale Geschichte

Das Stadtmuseum Blatná befindet sich im historischen Stadtkern nahe der Kirche Mariä Himmelfahrt. Die Kirche zählt zu den herausragenden Ausdrucksformen der spätgotischen Architektur in Südböhmen und im weiteren Donaugebiet. Bei der Kirche steht die Friedhofskapelle des heiligen Michael, die 1515 geweiht wurde. Ein weiteres Detail der historischen Anlage ist der neugotisch umgestaltete Glockenturm: Er diente ursprünglich als Eingang zum ehemaligen Friedhof.

Im Zentrum der städtischen Denkmalzone steht auf dem Míru-Platz die Mariensäule mit der Bezeichnung „Mariánský sloup“. Sie zeigt den heiligen Wenzel, den heiligen Johannes von Nepomuk, den heiligen Dominikus, den heiligen Josef sowie die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Für Sie ergibt sich daraus ein dichtes kulturelles Programm zwischen Sakralarchitektur, Stadtgeschichte und öffentlichem Raum.

Ausstellungen, Wege und Ausflugsziele

Die Ausstellung „Muzeum Všemi smysly“ macht die Geschichte des Blatensko durch Berühren, Hören und Riechen erfahrbar und führt in fünf Räumen bis in die Eisenzeit zurück. Der Blatenský okruh beginnt am Informationszentrum von Blatná. Für eine Radtour startet außerdem der Rad-Rundkurs Nr. 1 in Blatná, führt über Čekanice, Sedlice, Lom und Škvořetice und kehrt anschließend nach Blatná zurück.

Auch die Kontribuční sýpka erweitert das historische Bild des Ortes. Der dreigeschossige Getreidespeicher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegt am Rand von Blatná in Richtung Buzice und bewahrt seinen historischen Dachstuhl sowie historische Balkendecken. Auf mehr als 30 Hektar Plantagen züchtete Jan Böhm über 100 neue Sorten verschiedener Arten, Farben und Düfte. Wenn Sie eine Unterkunft in Blatná auswählen, können Sie daher zwischen kulturellen Zielen im historischen Stadtkern, Spazierwegen im Schlosspark und einem Ausgangspunkt für den beschriebenen Rad-Rundkurs abwägen.

Als weiteres Reiseziel können Sie Jindřichovice entdecken.

Weitere Orte im selben regionalen Umfeld: Jinín, Uzeničky, Strakonice, Pracejovice, Volyně, Škvořetice, Bratronice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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