Volyně entdecken: Festung, Museen und Wege

Volyně zwischen Festung und Stadtgeschichte

Volyně verbindet eine bemerkenswerte historische Dichte mit Wegen, die in die Umgebung führen. Besonders prägend ist die Festung von Volyně: Ihr Kern stammt aus dem späten 13. Jahrhundert, während der größte Teil des erhaltenen Mauerwerks am Ende des 15. Jahrhunderts entstand. An der Nordseite des Hofes sind eine Wehrmauer mit Graben und eine sechseckige Eckturm-Bastion aus der Zeit um 1470 erhalten. Das in der Festung untergebrachte Museum ist ganzjährig zugänglich.

Museen und historische Räume

Das Stadtmuseum zeigt Dauerausstellungen zur Baugeschichte der Festung von Volyně, zur Stadt Volyně in Renaissance und Barock sowie zu bemalten volkstümlichen Möbeln aus dem Pošumaví. Im Alten Renaissance-Rathaus befindet sich in den authentischen historischen Räumen eine langfristige Ausstellung. Sie behandelt regionale Geschichten des 16. bis 18. Jahrhunderts, darunter die Strakonitzer Johanniter und die St.-Veits-Propste. Damit bietet Volyně unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: von Wehrarchitektur über Stadtentwicklung bis zu regionalen Traditionen.

Kirchen und jüdisches Erbe

Im Zentrum von Volyně steht die gotische Allerheiligenkirche. Der einschiffige Bau besitzt ein rechteckiges Langhaus und ein kleineres quadratisches Presbyterium. Das heutige Presbyterium wurde vermutlich im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts, möglicherweise 1327, errichtet. In der spätrenaissancezeitlichen Verklärungskirche, die zwischen 1580 und 1618 mit finanzieller Unterstützung des Metzgermeisters Matěj Drška entstand, sind Reste frühbarocker Fresken erhalten.

Die Synagoge von Volyně ist ein Bau im Empire-Stil, der zwischen 1838 und 1840 auf dem Gelände des neuen jüdischen Ghettos errichtet wurde. Sie ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Zum geschützten Synagogenkomplex gehört das ehemalige Rabbinerhaus, das heute von der Kunstschule genutzt wird. Ein weiterer historischer Ort ist der jüdische Friedhof im Ortsteil Hradčany von Volyně mit Grabmalen, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.

Ungewöhnliche Orte und Wege

Die Galerie Na shledanou entstand 2010 aus einer unvollendeten Trauerhalle, die ursprünglich in den 1980er Jahren errichtet, jedoch nie fertiggestellt oder in Betrieb genommen wurde. Auch der Friedhof rund um die Verklärungskirche gehört zur historischen Ortslandschaft; dort befinden sich kunsthistorisch wertvolle Grabmale aus der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Oberhalb von Volyně steht die Kapelle Anděla Strážce auf 528 m Höhe. Sie wurde 1858 nach Plänen des örtlichen Architekten Josef Niklas errichtet. Der Rundweg an der Kapelle ist ungefähr 3 km lang. Auf dem Weg von Volyně zur Kapelle treffen Sie auf den Lehrpfad Andělíček mit zwei Stationen.

Radroute und Ortsauswahl

Für eine längere Radtour bietet sich die Goldene Route (Volyňka) an. Der 47 km lange, mittelschwere Ausflug ist für Trekkingräder ausgelegt und verläuft zwischen Čkyně und Strakonice durch Volyně. Zum jüngeren architektonischen Erbe des Ortes gehört außerdem das Freibad von Volyně mit Umkleidekabinen, das zwischen 1939 und 1941 nach einem Entwurf des Prager Architekten V. Kolátor errichtet wurde.

Bei der Wahl Ihrer Unterkunft in Volyně können Sie daher nach dem gewünschten Schwerpunkt planen: Die Festung, Museen, Kirchen und historischen Gebäude prägen den kulturellen Teil des Aufenthalts, während die Goldene Route und der Weg zur Kapelle unterschiedliche Möglichkeiten für Radfahren und Spaziergänge eröffnen. So bleibt Volyně eine interessante Basis für eine Reise, die Ortsgeschichte und eigene Wege durch die Umgebung verbindet.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Krejnice, Radesov, Pole, Sloucín, Řepice, Dolní Porící, Měkynec und Nihošovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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