Volfartice
Unterkünfte in Volfartice
Volfartice verbindet Ortsgeschichte mit konkreten Landschaftspunkten und einer ausgeprägten Keramiktradition. Der Bach Libchava fließt durch Volfartice. Der Radečský kopec ist mit 560 m über dem Meeresspiegel der höchste Punkt des umliegenden Geländes. So reicht der landschaftliche Rahmen vom Wasserlauf im Ort bis zu einem markanten Höhenpunkt. Historische Bauwerke, handwerkliche Alltagsgeschichte und Wege im Umfeld stehen hier als unterschiedliche Seiten eines kleinen tschechischen Reiseziels nebeneinander. Das Ortsbild verbindet damit Wasserlauf, Baugeschichte und lokale Produktion.
Kirche, Wallfahrt und Keramik
Die Kirche St. Peter und Paul ist ein einschiffiger Bau mit einem später ergänzten vierseitigen Glockenturm und einer rechteckigen ebenerdigen Sakristei. Sie steht in einem von einer Mauer umgebenen ehemaligen Friedhofsareal. Neben der Kirche befindet sich eine gepflegte Marienwallfahrtsstätte. Auf diesem historischen Gelände kommen daher Kirchenarchitektur, ein ehemaliges Friedhofsareal und eine Wallfahrtsstätte zusammen. Der einschiffige Bau, der später ergänzte Turm und die ebenerdige Sakristei bilden dabei ein Ensemble mit unterschiedlichen baulichen Elementen.
Eine weitere Besonderheit ist die Keramikfabrik „Hera“. Sie stellte keramisches Geschirr für den Haushalt und die Küche her. Dazu gehörten braune Töpfe und Krüge, Blumentöpfe, Kasserollen mit Deckel, innen weiße Krüge und Nachttöpfe sowie Back- und Puddingformen. Die Erzeugnisse deckten damit verschiedene Bereiche des täglichen Haushalts ab, vom Kochen und Aufbewahren bis zum Backen und zur Pflanzenpflege. Im örtlichen Museum werden mehrere Formen für die sogenannte Volfarticer Keramik aufbewahrt. Die Keramiktradition steht so neben der Baugeschichte als eigener Teil des Ortes.
Festung und historische Gebäude
Nordwestlich der Kirche steht auf einer Anhöhe eine Renaissancefestung, die vermutlich um 1540 errichtet wurde. Die Festung von Volfartice war bis 1663 ein Herrensitz. Ein anderes Zeugnis der regionalen Baugeschichte ist Volfartice 68: Der überwiegend aus Holz gezimmerte Stockwerksbau stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und besitzt einen mit Schiefer verzierten Giebel. In Volfartice stehen damit eine vermutlich um 1540 errichtete Festung und ein Holzbau des 19. Jahrhunderts für deutlich unterschiedliche Zeitstellungen und Materialien.
Orientierung für Ihre Reise
Seit dem 24. Juni 2026 gilt für die Buslinie 462 die Strecke Česká Lípa – Volfartice – Kamenický Šenov – Česká Kamenice. Die Linie verbindet Volfartice somit mit mehreren Orten der Umgebung. Außerdem liegt das Schloss Volfartice etwa 350 Meter von einem gelb markierten Wanderweg und vom Radweg Nr. 3056 entfernt. Für die Reiseplanung lassen sich dadurch eine Busverbindung durch Volfartice und markierte Wege im Umfeld des Schlosses getrennt betrachten. Historische Ziele, Keramiktradition und Landschaftspunkte bleiben dabei als verschiedene Schwerpunkte des Ortes erkennbar.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Česká Lípa.