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Reichenau

Unterkünfte in Reichenau

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Reichenau zwischen Sakralkunst, Handwerk und Landschaft

Reichenau ist ein Ziel für Reisende, die Kulturgeschichte nicht nur über große Bauwerke, sondern auch über besondere Details entdecken möchten. Das Profil des Ortes wird durch die barocke St.-Wenzels-Kirche, die Geschichte der Rychnover Malschule, ein bedeutendes Landschaftselement und eine für Besucher geöffnete Außenausstellung geprägt. Ergänzt wird dieses Bild durch historische Verkehrswege und einen Lehrpfad, den Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden können.

Barocke Kirche und Erinnerungsorte

Im kulturellen Mittelpunkt steht die barocke St.-Wenzels-Kirche. Sie wurde zwischen 1704 und 1712 erbaut. Zur Ausstattung gehört ein Altarbild des heiligen Wenzel von J. Hellich. Außerdem besitzt die Kirche ein hölzernes Taufbecken aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Gerade diese zeitlich unterschiedlichen Bestandteile machen die Kirche zu einem Ort, an dem sich mehrere Etappen sakraler Kunstgeschichte unmittelbar an einem Bauwerk ablesen lassen.

Ein weiterer Erinnerungsort ist die Pestsäule des heiligen Prokop. Sie wurde 1702 an dem Ort errichtet, an dem die letzten drei Pestopfer starben. Der konkrete Bezug zwischen Denkmal und überlieferter Ortsgeschichte verleiht der Säule eine besondere Aussagekraft: Sie steht nicht nur für ein historisches Ereignis, sondern auch für einen Ort des Gedenkens.

Die Rychnover Malschule und ihre ungewöhnliche Entwicklung

Eine eigene kunsthandwerkliche Geschichte erzählt die Verzierung der Rychnover lackierten Dosen aus Hartpapier mit romantischen Miniaturen. Diese Gestaltung führte zur Rychnover Malschule. Nach dem Niedergang der Dosenherstellung widmete sich die Rychnover Malschule der industriellen Herstellung von Kopien berühmter Gemälde für kirchliche und weltliche Zwecke. Damit reicht ihre Geschichte von dekoriertem Kunsthandwerk bis zu einer späteren, industriell ausgerichteten Bildproduktion. Für Ihren Aufenthalt eröffnet dieses Thema einen anderen Zugang zur regionalen Kultur als die Betrachtung von Kirchen und Denkmälern.

Landschaft, Ausstellung und Wege

Auch die Košovská-Lindenallee gehört zum charakteristischen Bild der Umgebung. Sie ist auf der Strecke von Rychnov u Jablonce nad Nisou ein bedeutendes Landschaftselement. Wer kulturelle Eindrücke mit einer landschaftlich geprägten Erkundung verbinden möchte, findet hier einen Abschnitt des regionalen Landschaftsbildes.

In Rychnov u Jablonce nad Nisou befindet sich außerdem die für Besucher geöffnete Außenausstellung „AL Reichenau Concentration Camp & Getewent Arms Factory“. Sie ergänzt die barocke Kirchenkunst und die Geschichte der Malschule um einen weiteren, historisch eigenständigen Erinnerungsort. Bei der Planung Ihrer Tage können Sie dadurch unterschiedliche Themen nebeneinanderstellen, ohne Reichenau auf nur eine Epoche oder eine Form des Kulturerlebnisses zu reduzieren.

Zur historischen Orientierung gehört auch der Bahnhof Rychnov an der Strecke Pardubice–Liberec. Er stellte historisch die Verbindung des gesamten Jablonec-Gebiets mit der Außenwelt her. Diese frühere Rolle gehört zur Verkehrsgeschichte des Ortes und sollte nicht mit einer Aussage über den heutigen Bahnbetrieb verwechselt werden. Für eine aktive Erkundung lässt sich der Scheybal-Lehrpfad zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren. Sie können diesen Teil des Aufenthalts daher entweder als Fußroute oder als Fahrradausflug angelegen.

Reichenau spricht damit besonders Reisende an, die sakrale Kunst, lokale Handwerksgeschichte, Landschaft und historische Erinnerung in einem Aufenthalt verbinden möchten. Für Ihre weitere Recherche finden Sie außerdem Dessendorf, Radl, Plaw, Friedrichswald, Wiesenthal An Der Neiße, Kleinskal, Gablonz An Der Neiße und Pintschei.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jablonec Nad Nisou.

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