Kočov
Kočov überrascht mit einer ungewöhnlichen Verbindung aus sakraler Vergangenheit, archäologischen Spuren, dörflichen Traditionen und einem klar bezeichneten Gewässerabschnitt. Besonders markant ist die Ruine der barocken Wallfahrtskirche St. Johannes der Täufer südlich von Kočov im Tachauer Gebiet. Sie wurde im Jahr 2000 als „Höllenhöhle“ gestaltet und diente als Kulisse für den Film Z pekla štěstí 2 von Regisseur Zdeněk Troška. Zugleich ist die Kirchenruine seit 1992 als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Die Ruine verbindet dadurch sakrale Geschichte, Denkmalschutz und eine spätere Rolle in der Filmgeschichte. Die zeitliche Abfolge reicht dabei von 1992 bis 2000.
Kulturdenkmäler und archäologische Spuren
Wer sich für die Geschichte eines Ortes interessiert, findet in Kočov mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Das historische Intravilán von Kočov ist als bedeutende archäologische Fundstelle der Kategorie ÚAN I eingestuft. Die dortige archäologische Fundstelle wird den Zeiträumen Spätmittelalter und Neuzeit zugeordnet. Damit reicht die dokumentierte Ortsgeschichte über eine einzelne Sehenswürdigkeit hinaus und umfasst auch die Entwicklung des historischen Siedlungsbereichs.
Ein weiterer geschichtlicher Bezugspunkt ist das Festungsgelände von Kočov, das als derzeit geschütztes archäologisches Element aufgeführt ist. Auf dem Dorfplatz steht außerdem die Zvonička in Kočov. Die einfache kommunale Glockenstube besteht aus zwei hölzernen Pfosten, trägt ein pyramidenförmiges, mit Holzschindeln gedecktes Dach und hat eine unter dem Dach aufgehängte Glocke. Sie gilt als wertvolles kleines Zeugnis der dörflichen Ausstattung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gerade solche überschaubaren Details geben einem Ortsbesuch einen anderen Charakter als die Besichtigung einer großen Burg oder eines weitläufigen Schlossareals.
Jahresprogramm und regionale Bezüge
Die Gemeinde Kočov veranstaltet jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. Zum jährlich stattfindenden Programm gehören Kindertage, ein Maskenball und Masopust. Hinzu kommen ein Maifeiertagsumzug, das Verbrennen von Hexen, ein Laternenumzug und ein Drachenfest. Die Mischung verbindet damit Termine für Kinder und Erwachsene mit Festtagen, Umzügen und dörflichen Bräuchen des Jahresprogramms.
Für eine andere Form der Ortsorientierung steht das Angelrevier Mže 6 (FV Planá u Mariánských Lázní). Es ist für die Jahre 2025 und 2026 mit 16 km Länge und 16 ha Fläche ausgewiesen. Der bezeichnete Abschnitt reicht von der Wehranlage an der Mühle Šturanický Mlýn im Katastergebiet Ošelín bis zur Wehranlage bei der Ansiedlung Ústí nahe der Gemeinde Kočov. Die genaue Ausdehnung liegt damit zwischen zwei Wehranlagen und umfasst Ortsbezüge im Katastergebiet Ošelín, bei der Ansiedlung Ústí und nahe der Gemeinde Kočov.
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