Hošťka – Dorfgeschichte, Kirche und Radweg 36 im Český les

Hošťka verbindet ein markantes Dorfbild mit mehreren Jahrhunderten Grenz-, Handels- und Alltagsgeschichte. Mittelpunkt ist ein fast 800 Meter langer Dorfplatz, der als Straßendorf angelegt wurde und von durchgehenden Reihen ehemaliger landwirtschaftlicher Gehöfte gesäumt wird. Mehrere Teiche prägen den Platz; die Kirche beherrscht den Dorfplatz. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, bei dem sich ein genauer Blick auf Architektur und Geschichte mit einem Aufenthalt in der Landschaft des Český les verbinden lässt.

Ein ungewöhnlicher Dorfplatz und eine geschichtsträchtige Kirche

Die Kirche sv. Markéty ist einschiffig und besitzt einen rechteckigen Grundriss. Ihr Presbyterium ist außen polygonal, innen jedoch nahezu halbkreisförmig geschlossen. Im Inneren bewahrt die Kirche originale Ausstattungsstücke des Holzschnitzers Artschlag. Wer sakrale Orte nicht nur als einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern als Teil eines gewachsenen Dorfes erleben möchte, findet hier einen besonders konkreten Bezug zwischen Bauwerk und Ortsbild.

Eine Kapelle der heiligen Margareta ist in Hošťka bereits für 1707 belegt. 1744 wurde diese Kapelle zu einer kleinen Kirche umgebaut. Nach dem Großbrand von 1887, bei dem insgesamt 55 Gehöfte niederbrannten, erhielt die Kirche 1889 eine Fassade mit Turm. In der Kirche sv. Markéty finden ganzjährig jeden Sonntag um 11 Uhr Gottesdienste statt. Diese feste Zeit kann für Sie interessant sein, wenn ein Aufenthalt in Hošťka auch einen Gottesdienstbesuch einschließen soll.

Vom Handelsort zum historischen Grenzraum

Hošťka wurde erstmals 1482 unter dem Namen Hosskowo erwähnt. Bis 1613 bestand hier eine kaiserliche Zollstelle. Mitte des 16. Jahrhunderts bewachten die Einwohner einen Grenzabschnitt, der bis zum Teich Vranči reichte. Auch im Dreißigjährigen Krieg war die Umgebung unmittelbar vom Geschehen betroffen: 1621 fanden dort heftige Kämpfe zwischen kaiserlichen und schwedischen Truppen statt.

Hošťka zählte zu den bevölkerungsreichsten Orten der Přimda-Choden. 1930 bestritten die Einwohner ihren Lebensunterhalt neben der Landwirtschaft auch mit Drechselarbeiten und der Verarbeitung von Perlmutt. Diese Verbindung von Landwirtschaft und handwerklicher Arbeit gehört zur überlieferten Ortsgeschichte.

Radfahren und Landschaft im Český les

Durch Hošťka führt der Radweg 36 auf seiner 287 Kilometer langen Strecke von Všeruby nach Měděnec. Zugleich gilt dieser Weg als Hauptfernradweg durch den Český les. Für die Reiseplanung ist damit eine klare Wahl möglich: Wer seinen Aufenthalt mit einer längeren Radtour verbinden möchte, findet in Hošťka einen Ort, der direkt in diese überregionale Route eingebunden ist. Die konkrete Streckenlänge bleibt dabei ebenso greifbar wie die beiden Endpunkte Všeruby und Měděnec.

Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Landschaftsschutzgebiet Český les. Im übergeordneten Landschaftsraum prägen ausgedehnte Wälder eine vielfältige Mosaiklandschaft aus Weiden, Wiesen und wieder zuwachsenden Brachflächen. Hošťka liegt zugleich in einem Gebiet mit forstwirtschaftlichem, landwirtschaftlichem und Erholungscharakter. Das ergänzt die historische Ortsmitte um eine deutlich landschaftliche Dimension und hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob Sie für Ihre Reise vor allem Dorfgeschichte, Radfahren oder den Naturraum des Český les in den Mittelpunkt stellen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Tachov.

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