Bělá Nad Radbuzou entdecken
Bělá nad Radbuzou liegt am Zusammenfluss der Radbuza und des Bezděkovský potok. Der Ort verbindet historische Zeugnisse mit einer Landschaft, die Sie auf Wegen, an Aussichtspunkten und entlang des Flusstals entdecken können. Die Flusslage verbindet dabei Wasser, Wege und historische Orte zu unterschiedlichen Blickwinkeln auf denselben Ort. Besonders charakteristisch sind die Festung Bělá, die Barocke Brücke über die Radbuza und der Aussichtspunkt Pohořelec.
Festung, Brücke und sakrale Geschichte
Die Festung Bělá wurde um 1614 von Wolf Josef Lamingen von Albenreuth im Renaissancestil errichtet. Sie ist als Kulturdenkmal geschützt und wurde vom tschechischen Kulturministerium zum Kulturdenkmal erklärt. Nachdem die Festung nicht mehr als Wohnsitz des Gutsherrn diente, wurde sie als Wohnung für Verwaltungsbedienstete genutzt. Auf die Errichtung als Renaissancebau folgten die Zeit als Wohnsitz des Gutsherrn, die Nutzung für Verwaltungsbedienstete und die heutige Funktion mit Informationszentrum. Heute beherbergt die rekonstruierte Festung unter anderem ein Informationszentrum.
Ein weiteres prägendes Bauwerk ist die Barocke Brücke über die Radbuza. Sie wurde vermutlich in den Jahren 1723–1725 nach dem Vorbild der Prager Karlsbrücke errichtet und ist mit sechs barocken Heiligenstatuen geschmückt. Die Brücke dient Fußgängern und Radfahrern. Dadurch lässt sich das historische Bauwerk auch in eine Erkundung zu Fuß oder mit dem Rad einbeziehen, ohne seine kulturelle Bedeutung auf eine reine Durchquerung zu reduzieren.
Die Kirche Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen geht auf eine 1696–1697 in Bělá errichtete Kapelle zurück und wurde später erweitert. Nach einem Brand im Jahr 1826 wurde sie wiederaufgebaut und vergrößert. Nahe Bělá nad Radbuzou liegen außerdem die Kocovy kameny, markante steinerne Kulturdenkmäler mit Felsen, in die Inschriften fröhlicher Jagdgesellschaften eingearbeitet sind.
Panorama und Wege durch die Landschaft
Der Aussichtspunkt Pohořelec liegt auf dem gleichnamigen Hügel auf 524 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort reicht der Blick auf das südwestliche Panorama der Grenzberge: zu Ostrý und Velký Javor im Böhmerwald sowie zu Čerchov, Velký Zvon und Přimda. Der Aussichtspunkt ist vom Stadtplatz von Bělá nad Radbuzou in Richtung Bor erreichbar; der letzte Abschnitt führt über einen Weg durch eine Wiese.
Für aktive Tage bieten sich die Radwege im Gebiet um Bělá nad Radbuzou an. Sie verlaufen durch bewaldetes Gelände mit nahezu unberührter Natur. Der Lehrpfad in Bělá nad Radbuzou führt durch einen Teil der malerischen Landschaft oberhalb des Tals der Radbuza. Der Lehrpfad ergänzt die Radwege um eine langsamere Form der Landschaftserkundung; so können Sie zwischen einer Tour durch den Wald und einem Weg oberhalb des Radbuza-Tals wählen. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Kulturdenkmal, Aussichtspunkt, Radstrecke und Landschaftspfad unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
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