Mutěnín: Kultur, Radfahren und besondere Ortsgeschichte

Mutěnín verbindet markante Sakralbauten, jüdische Geschichte und einen gut dokumentierten Radweg mit einem ungewöhnlichen geologischen Ort. Wenn Sie für Ihre Reise durch Tschechien Kultur nicht nur in großen Städten suchen, finden Sie hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: eine barocke Kirche, einen historischen Friedhof, Kapellen und eine Route, die Mutěnín mit Drahotín und Hostouň verbindet.

Barocke Kirche und Spuren der Familie Wiedersperger

Die Kirche des heiligen Bartholomäus wurde 1707 an der Stelle einer älteren Kirche errichtet. Ihr Turm ist 32 Meter hoch und trägt an der Spitze eine Wetterfahne in Form eines Hahns. Damit bietet das Bauwerk nicht nur einen historischen Namen, sondern auch ein einprägsames Detail für die Orientierung vor Ort. Im mit Steinplatten gepflasterten Kirchenboden befindet sich außerdem ein Zugang zur ehemaligen Gruft der Familie Wiedersperger. Die Bezeichnung „ehemalig“ gehört dabei zur Geschichte des Ortes und sollte nicht als Hinweis auf eine heutige Besichtigungsmöglichkeit verstanden werden.

Eine weitere Station dieser Ortsgeschichte ist der jüdische Friedhof auf dem Ovčí vrch. Er wurde 1642 angelegt und ist behutsam restauriert worden. Erhalten sind 162 Grabsteine oder Fragmente; die ältesten lesbaren Grabsteine stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Gerade die Verbindung aus dem Gründungsjahr des Friedhofs und den späteren erhaltenen Inschriften macht den Ort zu einem eigenständigen historischen Schwerpunkt innerhalb von Mutěnín.

Kapellen und religiöse Denkmäler

Auch außerhalb der Kirche begegnen Ihnen mehrere dokumentierte Zeugnisse der Ortsgeschichte. Die dem heiligen Sebastian geweihte Kapelle wurde 1852 an der Stelle einer früheren Holzkapelle errichtet und ist eine Familiengruft der Familie Wiedersperger. An der Straße nach Ostrov steht die Kapelle der Maria, Königin des Himmels. Sie entstand 1887 und wurde 1992 rekonstruiert. Ergänzt wird dieses Ensemble durch die Statue der schmerzhaften Muttergottes, die 1720 errichtet und 2016 im Zuge einer Renovierung an ihren ursprünglichen Standort zurückversetzt wurde.

Für Familien und andere Reisende, die während eines Aufenthalts verschiedene Themen verbinden möchten, liegt der Reiz in den unterschiedlichen Maßstäben: Die Kirche macht Baugeschichte sichtbar, der Friedhof bewahrt Erinnerungen über mehrere Jahrhunderte, und die Kapellen sowie die Statue führen die historische Spur in den Ortsraum und an die Straße nach Ostrov weiter.

Radweg 2281 und der Steinbruch Mutěnínský lom

Für eine aktive Tagesgestaltung ist der Radweg 2281 ein klar umrissener Orientierungspunkt. Die Route ist 31 Kilometer lang und führt über Drahotín, Mutěnín und Hostouň. Wer Radfahren mit kulturellen Entdeckungen verbinden möchte, erhält so eine konkrete Strecke, an der sich die Ortsgeschichte in einen größeren Ausflug einordnen lässt.

Einen ganz anderen Akzent setzt Mutěnínský lom. Der aufgelassene Steinbruch liegt in Quarzdiorit des Mutěníner Stocks und gilt als bedeutende Dokumentationslokalität des Domažlicer Kristallinikums. Seine Lage ist genau beschrieben: an der Straße nach Starý Kramolín, hinter dem Teich auf einem Feld. Damit ergänzt der Steinbruch die historischen Sehenswürdigkeiten um einen geologischen Schwerpunkt. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie Mutěnín daher besonders dann in Betracht ziehen, wenn Sie Kulturdenkmäler und eine klar dokumentierte Rad- oder Geologieperspektive in einer Reise zusammenführen möchten.

Weitere Orte für Ihre Suche

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Domažlice.

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