Volárna – Dorfgeschichte und Landschaft im Polabí
Volárna verbindet eine klar geplante Dorfstruktur im offenen Polabí mit einer vielschichtigen Geschichte von Wasser, Landwirtschaft und Dorfgemeinschaft. Die einfachen Häuser sind in klaren Linien angeordnet und liegen innerhalb der offenen Agrarlandschaft. Dadurch zeigt sich der Ort nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch über sein geordnetes Ortsbild und die Spuren seiner Entwicklung.
Landschaft zwischen Wasserbecken und alten Wasserläufen
Ein besonderer Landschaftspunkt ist das geschützte Naturgebilde „Váha u Volárny“. Dabei handelt es sich um ein kleines, altes, von Bäumen umgebenes Wasserbecken mitten in den Feldern, etwa einen halben Kilometer von Volárna entfernt. Die Umgebung von Volárna lädt zum Wandern ein; das Wasserbecken bildet dabei einen eigenständigen Bezugspunkt in der offenen Landschaft.
Auch die Geschichte der Wasserwirtschaft gehört zum Charakter der Umgebung. Der Bačovský-Nebenkanal wurde 1475 gebaut und leitete Wasser aus der Cidlina zu. Der Bačovský-Teich wurde im 18. Jahrhundert nach und nach trockengelegt und aufgegeben. Zusammen erzählen diese beiden Fakten von einer Landschaft, deren Gewässer nicht nur natürlich entstanden, sondern auch durch frühere Bewirtschaftung geprägt wurden.
Ein Dorf mit markanter Geschichte
Volárna wurde 1778 an der Stelle ehemaliger Ställe gegründet, die als „panská volárna“ bezeichnet wurden. Diese Ställe lagen auf dem Gebiet des früheren Dorfes Břežany. Die Ortsgeschichte reicht damit über die heutige Siedlungsform hinaus und bewahrt einen konkreten Bezug zu ihrer früheren Nutzung.
Eine langjährige örtliche Tradition sind die Staročeské máje. Sie ergänzen das historische Ortsbild um einen lebendigen Brauch. Zur sichtbaren Dorfgeschichte gehört außerdem der hölzerne Glockenturm von Volárna aus dem Jahr 1919, der der Volksarchitektur zugeordnet ist. Historisch hatte er sowohl religiöse als auch praktische Funktionen für die Dorfgemeinschaft: Die Glocke rief zum Gebet, kündigte das Abend- und Mittagsläuten sowie alltägliche und festliche Ereignisse an und konnte vor Gefahren warnen. Der Glockenturm ist frei zugänglich.
Ebenfalls aus dem Jahr 1919 stammt das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs in Volárna. Es verbindet ein Kriegsdenkmal mit der Funktion eines zentralen Friedhofskreuzes und erinnert an die örtlichen Opfer der Kriegsereignisse von 1914 bis 1918. Aus Volárna wurden insgesamt 104 Männer zum Kriegsdienst eingezogen; 15 von ihnen fielen.
Verkehrsbezüge für die Ortswahl
Volárna verfügt über einen Busverkehr, der in den Prager Integrierten Verkehr eingebunden ist. Der nächstgelegene Bahnhof für Volárna befindet sich in Velký Osek, 4 km entfernt. Wenn Sie eine Unterkunft oder ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, können Sie diese beiden dokumentierten Verkehrsbezüge in Ihre weitere Standortrecherche einbeziehen, ohne die Wahl an eine bestimmte Unterkunft zu binden.
Weitere Orte zur Orientierung
Für Ihre weitere Ortsauswahl können Sie außerdem Toušice, Dolní Chvatliny, Žiželice, Tismice, Krychnov, Pečky, Konárovice und Červené Pečky erkunden.
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