Veletov – Kulturspuren und Labe-Landschaft

Veletov ist ein Ziel für Reisende, die Kulturgeschichte und Landschaft miteinander verbinden möchten. Im Ort begegnen Ihnen eine neugotische Kirche, mehrere bemerkenswerte Bauernhöfe, ein Museum zur tschechoslowakischen Seeschifffahrt und die lange Geschichte der Veletovský mlýn. Dazu kommen die Labe und eine überörtlich bedeutsame Radroute. So lässt sich ein Aufenthalt sowohl kulturorientiert als auch mit einem Schwerpunkt auf Wasserlandschaft und Radfahren gestalten.

Kirche und ländliches Kulturerbe

Ein prägender Bau ist die Kirche Mariä Verkündigung. Die neugotische Kirche stammt aus dem Jahr 1895 und wurde am 11. Juli 1897 feierlich geweiht. Im Inneren bewahrt sie eine einheitliche Ausstattung aus dem späten 19. Jahrhundert, originale Wandmalereien und Glasfenster. Besonders bemerkenswert ist das Chorfenster mit der Darstellung der Verkündigung Mariens.

Auch die bäuerliche Architektur macht Veletov interessant. Das spätbarocke Tor des Bauernhofs Nr. 24 stammt aus dem Jahr 1824 und ist als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Der Bauernhof Nr. 7 besitzt ein gemauertes Tor mit Pforte aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts; beide Bauteile sind ebenfalls als unbewegliche Kulturdenkmale eingetragen. Noch ausführlicher lässt sich die regionale Bauweise am Bauernhof Nr. 37 nachvollziehen. Er ist ein vollständig erhaltener polabischer Bauernhof aus den Jahren 1830 bis 1840 und wurde 2015 bis 2016 denkmalgerecht restauriert.

Im Zentrum von Veletov steht außerdem ein gusseisernes Kreuz auf einem Sockel aus Kutná-Hora-Kalkstein neben der Kirche Mariä Heimsuchung. Es wurde 1882 errichtet und 2013 restauriert. Die verschiedenen Bauwerke und Datierungen geben dem Ort ein historisch vielschichtiges Gesicht, ohne dass sich seine Geschichte auf eine einzige Sehenswürdigkeit beschränkt.

Mühle, Museum und Wege an der Labe

Das Námořní muzeum widmet sich der Geschichte der tschechoslowakischen Seeschifffahrt. Damit setzt es einen ungewöhnlichen maritimen Akzent in einem Ort, dessen weitere Geschichten stark von Landwirtschaft, Wasserläufen und der Labe geprägt sind.

Die Mühle Veletovský mlýn wird erstmals 1309 erwähnt. Damals verkaufte ihr Besitzer Milota von Choltice sie zusammen mit weiteren Gütern und Dienstleistungen an das Kloster Sedlec. Mit der Mühle ist außerdem eine kleine Wasserkraftanlage für den Zeitraum von 1984 bis 1986 verbunden. Zu ihr führt ein 750 Meter langer Mühlgraben. Ein etwa 1.300 Meter langer Ablaufkanal verläuft mäandernd um Veletov und mündet wieder in die Labe.

Für aktive Tage verläuft eine überörtlich bedeutsame Radroute entlang der Labe durch das Gebiet von Veletov. Sie ist Teil des grundlegenden tschechischen Radwegenetzes und intensiv genutzt. Wer eine Unterkunft sucht, kann Veletov deshalb nach dem gewünschten Schwerpunkt auswählen: im Mittelpunkt können die Kirche und die Kulturdenkmale stehen, ebenso die Mühlengeschichte, das Museum oder eine Radtour entlang des Flusses.

Auenlandschaft und weitere Ortsideen

Ein eigenständiger Landschaftsaspekt ist Lžovické tůně. Das Gebiet ist ein überdurchschnittlich gut erhaltener, harmonischer Abschnitt der Labe-Aue mit einem hohen Anteil an räumlich und altersmäßig vielfältigen Hartholzauen. In zahlreichen Altarmen entwickeln sich beispielhaft pflanzliche und tierische Lebensgemeinschaften. Damit ergänzt die Auenlandschaft die gebaute Geschichte Veletovs um eine naturkundliche Perspektive.

Wenn Sie neben Veletov weitere Orte für Ihre Reiseplanung recherchieren möchten, finden Sie hier Ohaře, Dobřichov, Klučov, Dolní Chvatliny, Přistoupim, Žehuň, Masojedy und Horní Kruty.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kolín.

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