Únětice entdecken

Únětice liegt nordwestlich von Prag im Tal des Únětický potok. Das Katastralgebiet grenzt unmittelbar an das Prager Katastralgebiet und an das Schutzgebiet Tiché údolí. Damit verbindet der Ort auf engem geografischem Raum Ortsgeschichte, Brauereikultur und Wege durch geschützte Landschaften – eine interessante Kombination für alle, die ihren Aufenthalt nicht nur auf eine einzelne Sehenswürdigkeit ausrichten möchten.

Brauerei und lokale Besonderheiten

Ein markanter Anlaufpunkt ist das architektonisch wertvolle Brauereigebäude. Dort wurde das Bierbrauen 2011 wieder aufgenommen. Der Únětický pivovar bietet einen Brauereiausschank mit einem gemütlichen Garten und Bier direkt aus dem Tank. Zum Brauereiausschank führt eine Verbindung zunächst mit der Metro-Linie A bis Dejvická, anschließend mit der Buslinie 355 bis zur Haltestelle Únětice, Na parcelách, und danach über einen kurzen Fußweg.

Kirche, Kapellen und Bronzezeit

Die erste schriftliche Erwähnung von Únětice als Dorf mit einer Kirche stammt aus dem Jahr 1125. Nach 1770 wurden eine neue Kirche, ein Pfarrhaus und ein Wirtschaftshof errichtet. Die Kirche Nanebevzetí Panny Marie wurde neu errichtet und am 17. August 1783 geweiht.

Mehrere kleinere Bauwerke ergänzen das historische Ortsbild. Die Friedhofskapelle des heiligen Josef hat außen einen fünfeckigen und innen einen zehneckigen Grundriss; sie ist außerdem ein unbewegliches Kulturdenkmal. Westlich des Zentrums steht die barocke Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1716. Vor ihr befindet sich eine Säule mit einer Statue des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1699. Östlich der Kirche liegt Tereziánský špejchar, ein Getreidespeicher aus dem Jahr 1752 im historischen Ortskern.

Auch die Archäologie macht Únětice über den Ort hinaus bedeutsam. Das geschützte archäologische Gräberfeld liegt an der Grenze der Katastralgebiete von Únětice, Roztoky und Žalov. Der Arzt Čeněk Rýzner entdeckte und untersuchte in Únětice zwischen 1870 und 1882 ein Gräberfeld aus der frühen Bronzezeit. Das Gräberfeld wurde 1879 von ihm untersucht und bestand aus vier Gruppen von Gräbern.

Wandern, Radfahren und Naturbeobachtung

Durch die Naturschutzgebiete Roztocký háj – Tiché údolí und Údolí Únětického potoka führt ein Lehrpfad. Außerdem verlaufen dort mehrere Wander- und Radwege, die von Únětice aus zugänglich sind. Eine besonders klar beschriebene Verbindung führt am Dolní rybník unterhalb des Holý vrch vorbei und durch das Tiché údolí entlang des Únětický potok bis nach Roztoky. So lassen sich Ortsbesuch und Landschaftserlebnis in einer Richtung miteinander verbinden, ohne den Charakter der einzelnen Gebiete gleichzusetzen.

Im nahe gelegenen Gebiet des Holý vrch befindet sich am oberen Teil des Südwesthangs die Alšova vyhlídka. Oberhalb des Weges Strážce liegen dort außerdem Kletterübungsbereiche. Wer sich stärker für die Umgebung als für einzelne Bauwerke interessiert, findet mit dem Projekt „Únětická příroda v mapě“ einen weiteren Zugang: Es erfasst biodiversitätsreiche Orte im Katastralgebiet von Únětice und bezieht die Öffentlichkeit in die Naturbeobachtung und das Sammeln von Biodiversitätsdaten ein.

Unterkünfte in Únětice vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Ziele für Ihre Suche

Wenn Sie neben Únětice weitere Ziele vergleichen möchten, finden Sie hier Jinočany, Řitka, Horoměřice, Prŭhonice, Chýnice, Březová-Oleško, Trnová und Roblín.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Západ.