Stríbrná Skalice: Silbergeschichte, Kirchen und Posázavské bučiny

Stríbrná Skalice steht für mehrere klar unterscheidbare Entdeckungen: Silbergeschichte, sakrale Kunst, archäologische Spuren und ein geschütztes Waldgebiet. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Natur verbinden möchten, finden Sie hier sowohl besondere Einzelziele als auch Wege mit unterschiedlichen Längen und Charakteren. Im Wald steht die geschützte Landschaft im Mittelpunkt, während Kirchen, Rathaus und Burghügel verschiedene historische Epochen des Ortes verbinden.

Waldnatur im Gebiet Posázavské bučiny

Das Gebiet Posázavské bučiny ist ein Natura-2000-Gebiet von europäischer Bedeutung. Es umfasst 154,4442 Hektar und trägt den Code CZ0210028. Oberhalb der Feriensiedlung Pyskočely erstreckt sich der geschützte Bereich; über Waldwege ist er frei zugänglich. Eine botanische Besonderheit befindet sich am Berg Baba: In Posázavské bučiny liegt der größte bekannte Standort der Einblütigen Perlgrasart (Melica uniflora) in Mittelböhmen. Für Naturinteressierte treffen hier europäischer Schutzstatus und ein besonderer botanischer Schwerpunkt am Berg Baba zusammen.

Silbergeschichte, Burghügel und Kirchen

Die Entwicklung von Stříbrná Skalice war im 15. und 16. Jahrhundert mit dem Silberbergbau verbunden. Bei Stříbrná Skalice waren die Silbervorkommen zu Beginn des 18. Jahrhunderts erschöpft; der Bergbau endete endgültig. Einen späteren historischen Akzent setzt das Rathaus: Es wurde vermutlich um 1776 bis 1778 errichtet und besitzt einen niedrigen, prismatischen Turm mit zwiebelförmiger Haube.

Die Überreste der Burg Hrad befinden sich auf einem markanten Hügel in Stříbrná Skalice. Der als „Hrad“ bezeichnete Ort ist zudem eine bedeutende archäologische Fundstelle. Die Kirche des heiligen Johannes von Nepomuk steht an der Stelle einer ehemaligen Burg. Erhalten sind Fundamente eines runden Turms oder tiefe Kellerräume; für den Bau wurden vor allem Reste der ursprünglichen Burgmauern verwendet.

In Rovná erwartet Sie die Kirche des heiligen Jakobus, eine romanische Kirche mit einzigartiger künstlerischer Ausstattung aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Zu ihrem Innenraum gehören einzigartige romanische Wandmalereien. Für die Besichtigung des Innenraums muss eine Führung vorher vereinbart werden. Die Kirche des heiligen Johannes von Nepomuk ist eine Barockkirche aus dem Jahr 1730 und kann nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Romanische Wandmalerei und barocke Architektur stehen dabei für unterschiedliche kunst- und baugeschichtliche Ebenen. Wer beide Innenräume sehen möchte, sollte die erforderlichen Vereinbarungen in die Tagesplanung aufnehmen.

Wandern und regionale Entdeckungen

Eine halbtägige Wanderung vom Sázavský klášter nach Stříbrná Skalice verläuft über markierte und nicht markierte Wege. Für den Vergleich längerer Wanderoptionen bietet die 22. Ausgabe des Events „Po stopách kocoura Mikeše“ vier Strecken über 11,5, 20, 29 und 34 Kilometer. Die Veranstaltung startete im Infocentrum in Mnichovice und endete auf dem dortigen Stadtplatz. Die unterschiedlichen Wegarten der halbtägigen Route und die vier Distanzen des Events bieten dadurch einen einfachen Vergleich zwischen kürzerer und längerer Wanderplanung.

Auch die mit Stříbrná Skalice verbundene Spielwelt von „Kingdom Come: Deliverance“ setzt einen eigenen kulturellen Akzent: Dort beginnt die Handlung, und dort ereignet sich ein entscheidendes Ereignis.

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